Attacke mit Hacke, weil Autolenker zu langsam war

Dem Angeklagten drohen bis zu drei Jahre Haft.
Dem Angeklagten drohen bis zu drei Jahre Haft.Daniel Scharinger / picturedesk.com
Er soll einen Lenker eine Spitzhacke nachgeworfen und Polizisten mit dem Umbringen bedroht haben. Ein 52-Jähriger steht heute in Linz vor Gericht.

Gerade einmal 194 Einwohner (laut Wikipedia) zählt das beschauliche Dörfchen Siegelsdorf im Bezirk Freistadt. Trotzdem steht die Ortschaft morgen am Linzer Landesgericht im Mittelpunkt.

Denn ein dortiger Bewohner (52) soll einem 53-jährigen Autofahrer eine Spitzhacke nachgeworfen haben. Grund des Ausrasters laut Anklage: Das Opfer hat sich mit dem Auto vor der Hauseinfahrt befunden. Der Angeklagte habe die Spitzhacke verwendet, um seinen "Kontrahenten" zu nötigen schneller zu fahren oder auszuweichen. Er soll versucht haben, dadurch das Auto zu beschädigen. Der Vorfall hatte sich bereits am 1. September dieses Jahres ereignet.

Der Jüngere, der den Beschuldigten aus dem Ort kennt (es gab in  der Vergangenheit aber keine Auseinandersetzung der beiden), verständigte daraufhin die Polizei.

Beamte mit Umbringen bedroht

Das dürfte dem 52-Jährigen aber noch weniger gefallen haben. Der bereits amtsbekannte Mann verhielt sich laut Polizei äußerst aggressiv. Die Polizisten seien von ihm mit dem Tod bedroht worden. Laut Staatsanwaltschaft hat er gesagt: "Wenn ihr nicht von meinem Grundstück verschwindet, erschlage ich euch mit der Hacke."

Die Beamten verschwanden aber natürlich nicht. Um die folgende Amtshandlung zu verhindern, soll der Beschuldigte dann auch noch mit einem Ziegelstein gegen die Einsatzkräfte aufgezielt haben.

Den Beamten blieb gar nichts anderes übrig, als den Mann mit auf den Posten nach Freistadt zu nehmen. Doch auch dort sorgte der aggressive Mann für weitere Arbeit.

Der Beschuldigte soll dann laut Staatsanwaltschaft den Verwahrungsraum mit Kot verunreinigt haben. Er habe mit den Exkrementen die Wände beschmiert, berichtet die Polizei.

Morgen Früh muss sich der Mann, der derzeit in U-Haft sitzt, vor dem Linzer Landesgericht verantworten. Ihm drohen wegen Nötigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung bis zu drei Jahre Haft.

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