Attacke mit Metallkette: Linzerin (28) vor Gericht

Die Beschuldigte saß mit finsterer Mine vor der Richterin.
Die Beschuldigte saß mit finsterer Mine vor der Richterin.Bild: Harald Dostal
Grundlos soll eine Linzerin eine Pensionistin (70) brutal attackiert haben. Vor Gericht drohen der Beschuldigten heute zehn Jahre Gefängnis.

Eine Justizbeamtin führt die 28-Jährige kurz vor Prozessbeginn um 9.15 Uhr in den Schwurgerichtssaal 61 im Erdgeschoss. Sie trägt einen Hosenanzug, in der Hand hält sie die Gerichtsvorladung.

Gekleidet ist sie ganz in schwarz. Die Beschuldigte ist blass geschminkt, nimmt mit "bösem" Blick vor der Richterin Platz.

Der Vorwurf der Anklageschrift passt zu ihrem finsteren Gesichtsausdruck. Sie soll in Linz eine gehbehinderte Pensionistin (70) mit einer 1,4 Kilo schweren und 2,5 Meter langen Absperrkette am Kopf, an den Armen und Beinen verprügelt haben.

Auslöser für die grundlose Attacke war laut Staatsanwalt der Hund des Opfers. Dieser soll die beiden nicht angeleinten Hunde der Angeklagten beschnuppert haben. Daraufhin sei die 28-Jährige völlig ausgerastet und habe die Seniorin attackiert.

Zudem soll sie die geschockte 70-Jährige mit den Worten "Ich bringe dich um" angeschrien haben. Erst als eine Passantin zu Hilfe kam, ergriff sie die Flucht. Der Vorfall soll sich bereits im Sommer 2016 ereignet haben.

Frau mit Umbringen bedroht



Ein halbes Jahr später fiel die Beschuldigte erneut negativ auf. Auslöser seien erneut ihre Hunde gewesen. Diese haben das Stiegenhaus in ihrem Wohnhaus verschmutzt. Als sie eine Nachbarin zur Rede stellen wollte, habe die 28-Jährige auch sie mit dem Umbringen bedroht.

Vor Gericht musste sich die Linzerin aber auch aufgrund des Verstoßes gegen das Verbotsgesetz verantworten. Sie habe drei Fotos mit Adolf Hitler und nationalsozialistischer Gesinnung verschickt.

Die Beschuldigte geriet auch in der Vergangenheit schon öfters mit dem Gesetz in Konflikt. In den vergangenen elf Jahren wurde sie schon drei Mal wegen gefährlicher Körperverletzung und Drohung verurteilt.

Bei einer erneuten Verurteilung drohen der Linzerin zehn Jahre Gefängnis. Der Prozess wurde auf 31. Jänner 2018 vertagt.



(mip)

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