Wirtschaft

AUA: Billigtickets nur noch für wenige Destinationen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:42

Die AUA spürt den Preisdruck auf allen Strecken, sagte Vertriebsvorstand Karsten Benz am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz der Airline. "Es gibt keine Monopolstrecken mehr", so Benz. Dennoch werden billige Flugtickets verglichen mit vor zwei Jahren rarer, geht aus Preisvergleichen im Internet hervor. Hauptgrund: Air Berlin und Niki haben offenbar an der Preisschraube gedreht.

, sagte Vertriebsvorstand Karsten Benz am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz der Airline. "Es gibt keine Monopolstrecken mehr", so Benz. Dennoch werden billige Flugtickets verglichen mit vor zwei Jahren rarer, geht aus Preisvergleichen im Internet hervor. Hauptgrund: Air Berlin und Niki haben offenbar an der Preisschraube gedreht.

Günstige Tickets gibt es derzeit vor allem nach Italien, die AUA spürt da den Preiskampf der italienischen Alitalia. Die Konkurrenz auf vielgeflogenen Strecken wie Paris, London oder Madrid halten auch dort die Preise niedrig.

Nach Asien gibt es ebenfalls weiterhin günstige Tickets. Das liegt in erster Linie an den Golf-Airlines wie Emirates und Etihad, die aggressiv gegen die europäischen Fluggesellschaften anfliegen.

Trend zu "Nur-Transport-Flügen"

Mit den Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet können AUA, Lufthansa und Co. hingegen immer besser umgehen. Die großen europäischen Airlines haben selbst massiv Kosten gesenkt, um mit den sogenannten "Low Cost Carriern" mithalten zu können. AUA-Vertriebschef Benz sieht da trotzdem ein Problem: Die Passagiere hätten sich in den letzten Jahren bereits an die billigen Flugtickets "gewöhnt". "Ich frage mich, ob die Ticketpreise auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben können", so Benz. Der Trend auf Flügen innerhalb Europas laute "Nur-Transport". Der Hälfte der Passagiere gehe es nur um die Beförderung von A nach B, schätzt Benz.

Flugticketpreise gelten in der Luftfahrt als hochkomplexe Sache. Die Preise ändern sich oft stündlich. Für Passagiere ist es daher schwierig, vorauszusehen, ob man den Flug lieber gleich buchen soll oder ob sich ein Abwarten vielleicht doch bezahlt machen würde. Die Airlines äußern sich nur ungern zur ihrer Preispolitik. Der Grund ist simpel: Das Verkaufen der Sitzplätze eines Fluges zur richtigen Zeit zum richtigen Preis entscheidet am Ende über Gewinn oder Verlust.

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