Aua! Die AUA stellt die Verbindung Linz-Wien ein

Die Strecke Linz-Wien wird von der AUA eingestellt. Der letzte Flug ab dem Flughafen Linz (Foto) ist Ende Oktober.
Die Strecke Linz-Wien wird von der AUA eingestellt. Der letzte Flug ab dem Flughafen Linz (Foto) ist Ende Oktober.Bild: Flughafen
Schlag für den Flughafen Linz. Die AUA stellt die Verbindung Linz-Wien ein. Grund: Die Strecke ist "unwirtschaftlich". Linz-Stadtchef Klaus Luger ist erbost.
"Austrian Airlines baut das Streckennetz um. Im Zuge dessen werden unwirtschaftliche Verbindungen ab dem Start des Winterflugplans Ende Oktober 2018 aus dem Angebot genommen", teilte die Fluglinie am Freitagvormittag in einer Aussendung mit.



Letzter Flug am 27. Oktober


"Die Flugverbindung zwischen Wien und Linz wird ab dem Winterflugplan 2018/19 eingestellt, wobei der letzte Flug am 27. Oktober von Linz kommend in Wien landen wird", hieß es weiter.

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Zug-Verbindung als Begründung


Bürgermeister Klaus Luger: "Ein Anschlag auf die heimische Wirtschaft"
Bürgermeister Klaus Luger: "Ein Anschlag auf die heimische Wirtschaft"
Begründet wird der Schritt damit, dass es durch AIRail (Kooperation zwischen Austrian Airlines und ÖBB) ohnehin eine schnelle Verbindung mit dem Zug gibt, um Anschlussflüge ab Wien zu erreichen.

„Seit der Einführung von AIRail Ende 2014 verzeichnen wir beim Passagieraufkommen auf der Bahnstrecke Linz-Flughafen Wien jährlich prozentuelle Wachstumsraten im zweistelligen Bereich", sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto. „Diese Erfolgsgeschichte zeigt, dass unsere Kunden dieses Produkt gut annehmen."

Derzeit fahren bis zu 16 AIRail-Züge täglich vom Linzer Hauptbahnhof zum Flughafen Wien.



"Anschlag auf heimische Wirtschaft"


Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger bezeichnete die Streichung als "Anschlag auf die heimische Wirtschaft".

Das zeige, wie fatal es ist, wenn wichtige Infrastruktureinrichtungen, wie die ehemals österreichische Fluglinie AUA, privatisiert werden.

In Frankfurt – in der Lufthansazentrale – werde nun entschieden, was in Österreich zu geschehen hat. „Der deutsche Kranich (Anm.: Markenzeichen der Lufthansa) entscheidet, wer innerösterreichische Linien fliegen darf", so Luger.



"Hofer gefordert"


Infrastrukturminister Norbert Hofer solle nun reagieren und die AUA, so wie im Fall der Laudamotion, für eine österreichische Lösung im Interesse der Wirtschaft und des Linzer Zentralraumes bewegen.

(rep)

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