AUA einigt sich auch mit dem Bodenpersonal

Zum AUA-Bodenpersonal gehören Stations-, Technik- und Verwaltungsmitarbeiter, knapp 3.000 der 7.000 Mitarbeiter.
Zum AUA-Bodenpersonal gehören Stations-, Technik- und Verwaltungsmitarbeiter, knapp 3.000 der 7.000 Mitarbeiter.picturedesk.com
Wie die Austrian Airlines (AUA) bekannt geben, hat man sich nach der Einigung mit dem "fliegenden Personal" nun auch mit dem Bodenpersonal auf einen Krisenbeitrag geeinigt.

"Um möglichst viele Mitarbeiter in der nachfragearmen Zeit an Bord halten zu können, wurde mit den Betriebsräten ein längerfristiger Einsatz von Kurzarbeit bis 2022 vereinbart", heißt es von der AUA. Am Mittwoch habe man sich bereits mit den Vertretern des Flugpersonals auf einen Krisenbeitrag geeinigt, am Donnerstag sei dies laut Austrian-Airlines-COO Jens Ritter mit dem Bodenpersonal passiert.

Zum Bodenpersonal der AUA zählen die Stations-, Technik- und Verwaltungsmitarbeiter, knapp 3.000 der 7.000 Mitarbeiter der rot-weiß-roten Fluglinie. Austrian Airlines rechne mit "einer sehr langsamen Erholung nach der Krise. Während dieser Zeit wird es keine Gehaltsvorrückungen oder Inflationsanpassungen geben", hieß es. Nach der Kurzarbeit soll es Gehaltsverzicht bei allen Mitarbeitern geben. Für das Bodenpersonal hat sich das Unternehmen laut Aussendung auf "eine temporäre Absenkung der IST-Gehälter im Zeitraum 20.3.22 bis 31.12.23 verständigt".

"Möglichst viele Mitarbeiter an Bord behalten"

Die Gehaltsreduktion sei zwischen zwei und 15 Prozent sozial gestaffelt. Außerdem soll der seit vielen Jahren bestehende Sozialplan bis 31.12.2025 verlängert werden. Das Paket solle in Folge zur Abstimmung gebracht werden. "Das Bordpersonal verzichtet auf Einkommen zwischen 5,9 und 12,7 Prozent in den Jahren 2022 bis 2024, sowie auf Pensionskassenbeiträge. Dazu kommen diverse Einsparungen und Flexibilisierungsmaßnahmen in der Ramp-Up Phase", so die AUA.

Insgesamt schultern die 7.000 Mitarbeiter damit etwa 80 Millionen Euro pro Jahr an Einsparungen, womit die Personalkosten um 20 Prozent reduziert werden können. Kumuliert bis 2024 sind das 300 Millionen Euro Krisenbeitrag. "Das Personalpaket erlaubt uns in der Krise möglichst viele Mitarbeiter an Bord behalten zu können. Außerdem sind wir einem Neustart ein wichtiges Stück nähergekommen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schultern damit einen riesen Beitrag zur Krisenbewältigung unserer Austrian Airlines", so Ritter.

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