AUA: "Preiskampf auf Rücken der Arbeitnehmer"

800 Mitarbeiter will die AUA abbauen, um raus aus den roten Zahlen zu kommen. Der Betriebsrat will gegen einen "Preiskampf am Rücken der Mitarbeiter" kämpfen.
Die Austrian Airlines (AUA) ist tief in den roten Zahlen. Ein Abbau von bis zu 800 Stellen – das ist jeder zehnte Arbeitsplatz im Unternehmen – soll die AUA wieder wettbewerbsfähig machen, kündigt die Geschäftsleitung an.

Welche Arbeitsplätze genau abgebaut werden, ist noch unklar. Der AUA-Betriebsratsvorsitzende für das Bodenpersonal, Alfred Langhans, sprach im Ö1-Morgenjournal von einem Preiskampf, der "auf dem Rücken der Arbeitnehmer" ausgetragen werde. Man werde "um jeden Arbeitsplatz kämpfen", sagte er.



CommentCreated with Sketch.13 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Natürliche Fluktuation von ca. 200 Personen pro Jahr"

Die "natürliche Fluktuation", mit der die Geschäftsleitung den Stellenabbau stemmen will, schätzte Langhans auf "ca. 200 Personen pro Jahr". Zusätzlich gebe es Piloten der Muttergesellschaft Lufthansa, die derzeit noch für die AUA unterwegs seien, die das Unternehmen in den kommenden zwei Jahren verlassen. Auch einige Pensionierungen stünden an.

Insgesamt könne man deshalb noch nicht abschätzen, wieviele effektive Kündigungen es geben werde, so der Betriebsrat vorsichtig. Von Kampfmaßnahmen wolle er "noch nicht sprechen", so Langhans. Jetzt müsse erst einmal mit den Sozialpartnern über die konkreten Pläne gesprochen werden.

"Irgendwas passt da nicht zusammen"

Grund für die Gewinneinbrüche ist vor allem der harte Preiskampf mit Billig-Fluglinien. Auch die Konsumenten seien hier gefragt, sagte Langhans. "Wir reden alle von zuviel CO2-Ausstoß, wollen aber um 19,90 Euro fliegen. Irgendwas passt da nicht zusammen", kritisierte der Betriebsrat.

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