Auch Hydranten werden jetzt zu "Sprühduschen"

Wienweit sorgen jetzt Sprühschläuche und Nebelduschen, wie hier am Enkplatz, für Abkühlung. Bald sollen auch die Hydranten zu Sprühduschen werden.
Wienweit sorgen jetzt Sprühschläuche und Nebelduschen, wie hier am Enkplatz, für Abkühlung. Bald sollen auch die Hydranten zu Sprühduschen werden.Bild: PID/Christian Fürthner
Die Abkühlungsoffensive der Stadt geht weiter. In den nächsten Wochen sollen weitere "800 kühle Meter" für Erfrischung in der hitzegeplagten Stadt sorgen.
Die Stadt Wien erweitert die letzte Woche begonnene Abkühlungsoffensive mit Wasserschläuchen und Sprühnebel gegen Hitzeinseln. Im Resselpark vor der Karlskirche (Wieden) wurden von den Wiener Stadtgärtnern bereits an vier Standorten 100 Laufmeter Sprühschlauch verlegt, der im Intervallbetrieb für Abkühlung sorgt. Im Park am Friedrich-Schmidt-Platz hinter dem Rathaus (City) testen die Wiener Stadtgärten aktuell einen völlig neuen Nebelduschen-Prototyp. Zum Einsatz soll dieser demnächst an rund 50 weiteren Standorten in Wien. Ingesamt sollen so weitere 600 "kühle Meter" für Erfrischung sorgen.

"Neben dem aktiven Kampf gegen den Klimawandel müssen wir auch Maßnahmen setzen, um die Auswirkungen der globalen Klimakrise zu mildern, dabei geht es in der Stadt vorrangig um die Kühlung der heißen Plätze", erklärt Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Hydranten werden zu Sprühduschen

Bereits abgeschlossen ist die Verlegung von 80m Sprühschläuchen mit rund 80 Düsen am Praterstern (Leopoldstadt), dem Schwarzenbergplatz (City/Landstraße), am Keplerplatz (Favoriten) sowie am Karlsplatz (Wieden). Sie sind – so wie die Nebelduschen - mit einer Zeitschaltuhr versehen und kühlen in regelmäßigen Intervallen.

CommentCreated with Sketch.6 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Zusätzlich kühlen über 150 Zier-, Monumental- und Denkmalbrunnen der Stadt Wien ihre unmittelbare Umgebung ab. Darüber hinaus arbeiten die Experten von Wiener Wasser derzeit an einem Prototyp für den Umbau von Hydranten zu Sprühnebelduschen. Sie sollen dann, genauso wie jetzt schon die drei Meter großen mobilen Trink-Brunnen, deren Sprühfunktion seit Tagen Dauerbetrieb gestellt ist, die Umgebung abkühlen.

Wasserfontänen in vielen Parks

In vielen Parks der Stadt gibt es bereits Bodenfontänen und Wasserspiele, die permanent für Abkühlung sorgen:

Yella-Hertzka-Park in der Seestadt Aspern (Donaustadt)

Max-Winter-Park (Leopoldstadt)

Theodor-Körner-Park (Meidling)

Schloss Neugebäude – Unterer Garten (Simmering)

Parkanlage Yppenplatz (Ottakring)

Parkanlage Johann-Nepomuk-Berger-Platz (Ottakring/Hernals)

Parkanlage Meißnergasse (Donaustadt)

Parkanlage Ceija-Stojka-Platz (Josefstadt)

Wallensteinplatz (Brigittenau)

Parkanlage Am Leberberg (Simmering)

In den Parks laufen die rund 1.000 Bewässerungsanlagen der Wiener Stadtgärtner in den Grünflächen zudem mit verlängerten Intervallen auf Hochtouren. Sie sorgen neben der Bewässerung der Parks für zusätzliche Kühlung in den Parks. Zugleich schicken MA 48 und MA42 rund 60 Fahrzeuge mit Wassertanks durch die Stadt und kühlen damit die Straßen. (lok)

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