Auch Niederösterreich will Nationalstadion nicht

Das Ernst-Happel-Stadion in Wien
Das Ernst-Happel-Stadion in WienBild: GEPA-pictures.com

Auf der Suche nach einem Standort für den Neubau eines 50.000 Zuschauer fassenden Nationalstadions hat sich der ÖFB eine weitere Absage geholt. Auch aus Niederösterreich kommt ein Nein.

Niederösterreichs Sportlandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) hatte am Rande der Konferenz der Landessportreferenten in Wiener Neustadt finanzielle Zuwendungen des Landes abgelehnt. "Fest steht jedenfalls, dass wir seitens des Landes Niederösterreich kein Geld in den Bau eines neuen Stadions investieren", wird Bohuslav im ORF zitiert.

Trotzdem sei das Land zu Gesprächen bereit. "Der ÖFB hat keine genauen Pläne formuliert, es gibt auch keine Strategie. Wir sind gerne bereit, an Gesprächen teilzunehmen."

Auch der zuständige Sportminister Eduard Müller möchte erst den Ist-Zustand überprüfen. "Welche Stadien haben wir bereits, welche kann man möglicherweise adaptieren. Erst dann kann man über einen Neubau diskutieren."

Zuvor hatte bereits Wiens zuständiger Sportstadtrat Peter Hacker einen Stadion-Neubau in der Bundeshauptstadt, der mit 300 bis 400 Millionen Euro beziffert wird, abgelehnt, hatte erklärt, dass vom ÖFB kein Konzept vorgelegt worden war. Dabei war auch immer die Nutzung abseits der rund sechs Nationalmannschafts-Heimspiele ein Thema.

Auch die Städte Bruck an der Leitha (Niederösterreich) und Parndorf (Burgenland), die als Standorte im Spiel waren, haben bereits einen Rückzieher gemacht.

Der ÖFB peilt einen Neubau des in die Jahre gekommenen Ernst-Happel-Stadions an. Das Problem dabei: das 1931 eröffnete Prater-Oval steht seit 2001 unter Denkmalschutz. Großereignisse wie Internationale Endspiele oder Spielort der paneuropäischen EM 2020 zu sein, ist mit dem maroden Stadion nicht möglich.

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