Auch Pokémon retten diese Game-Schlaftablette nicht

Ein neues Pokémon-Spiel ist meistens ein Grund zum Feiern. Doch mit Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX ist Nintendo auf dem Holzweg.
Die Pokémon-Reihe gibt es nun schon eine ganze Weile. Und während alle paar Jahre eine neue Generation der Taschenmonster in großen Serienteilen das Licht der Welt erblickt, sammeln sich daneben ständig neue Spinoffs an. Pokémon Snap, Pokémon Stadium, Pokémon Puzzle Challenge, Meisterdetektiv Pikachu und viele weitere – die Liste ist lang. Die meisten Auskopplungen überleben nicht allzu lang, doch eine Reihe hält sich seit ihrem Debüt im Jahr 2005 hartnäckig: Pokémon Mystery Dungeon.

Der neueste Ableger, Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX, ist ein Remake der ersten Serienteile für Nintendo Switch. Allerdings – so viel gleich vorweg – sind die Neuerungen nicht umfangreich genug, um das Game auch im Jahr 2020 wirklich spaßig zu machen.

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CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Plötzlich ein Pokémon

Die Prämisse ist charmant: Eines Tages erwacht der Spieler in der Haut eines Pokémon. Warum? Keine Ahnung, das muss man im Laufe der Story herausfinden. Welches Monster man spielt, hängt von einem kleinen Charaktertest ab, dessen Ergebnis aber auch ignoriert werden kann. Wer unbedingt Pikachu oder Glumanda spielen möchte, kann das ganz unabhängig von seinem Charakter auch tun.

Einmal in der Welt der Pokémon angekommen, wird man auch schon von einem anderen Tierchen aufgefordert, doch zusammen ein Retterteam zu gründen, um andere Pokémon aus Dungeons zu befreien. Und da beginnen auch schon die Probleme. Denn das Game sieht dank neuer Optik im Zeichenlook fantastisch aus, doch die zufällig generierten Dungeons sind an Eintönigkeit nicht mehr zu überbieten.

Langeweile

Ein leerer Raum reiht sich an den nächsten, manchmal findet man ein paar Gegner. Und das Spiel scheint das auch zu wissen, denn auf Knopfdruck bewegt sich das Retterteam automatisch durch die Räume, man muss selbst nur die rundenbasierten Kämpfe erledigen. Nach der ersten Stunde hat man mehr oder weniger alles erlebt, was diese mühsamen Wanderungen durch enge Korridore und eckige Räume zu bieten haben. Doch das Spiel zieht sich danach noch eine ganze Weile.

Außerhalb der Dungeons gibts leider auch nicht viel zu tun. Man kann Quests abgeben, Belohnungen einsacken und das Level des Teams erhöhen. Das Problem: All das zielt darauf ab, danach gestärkt in die nächsten ewig gleichen Dungeons zu ziehen. Dass die Story durchaus charmant ist und im Vergleich zum Original verbessert wurde, hilft da auch nicht wirklich.



Fazit

Remakes mit neuer Optik sind normalerweise eine gute Idee, doch die Grundlage muss solide sein. Bei Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX ist das Gameplay der Grundlage leider sehr eintönig und wurde nicht ausreichend verbessert. Auch wenn Optik und Charaktere nur so vor Charme sprühen, können sie nicht für stundenlange Langeweile entschädigen.

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