In der deutschen Abgasaffäre gerät einem Zeitungsbericht zufolge auch die Volkswagen-Tochter Audi immer stärker unter Druck. Die US-Behörden hätten beim 3,0-Liter-Diesel von Audi drei nicht genehmigte Softwareprogramme entdeckt, berichtet die "Bild am Sonntag".
In der deutschen Abgasaffäre gerät einem Zeitungsbericht zufolge auch die Volkswagen-Tochter Audi immer stärker unter Druck. Die US-Behörden hätten beim 3,0-Liter-Diesel von Audi drei nicht genehmigte Softwareprogramme entdeckt, berichtet die "Bild am Sonntag".
Dem Bericht zufolge schaltet sich die Abgasreinigung bei Fahrzeugen mit dem großen TDI-Motor nach rund 22 Minuten ab. Messverfahren zur Ermittlung der Abgaswerte dauern in der Regel knapp 20 Minuten.
Eine ähnliche zeitliche Abschaltung entdeckte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) vor wenigen Monaten auch bei dem Autohersteller Fiat und leitete ein Prüfverfahren bei der EU-Kommission ein. Auf Anfrage der Zeitung sagte ein Audi-Sprecher, dass technische Details aufgrund des laufenden Verfahrens in Amerika nicht kommentiert würden.
Im Abgasskandal um Volkswagen hatte ein US-Bundesrichter Ende Juni vorläufig einen Milliardenvergleich mit den US-Behörden gebilligt, der sich auf rund 480.000 Wagen mit Zweilitermotoren bezieht. Dabei hatte sich Volkswagen zur Zahlung von insgesamt 14,7 Milliarden Dollar (rund 13,3 Mrd. Euro) bereit erklärt. Das meiste Geld ist für die Entschädigung betroffener Kunden vorgesehen.