Niederösterreich

Auf App blind vertraut – Wiener vom Schneeberg gerettet

Ein 44-jähriger Wiener hatte am Schneeberg die Orientierung verloren, ein Hubschrauber konnte ihn orten, die Bergrettung rettete den Mann.

Erich Wessely
Wanderer saß am Schneeberg fest: Bergrettung im Einsatz
Wanderer saß am Schneeberg fest: Bergrettung im Einsatz
Bergrettung NÖ/W

Am Samstagabend gegen 19.30 Uhr wurde die Bergrettung Reichenau zur Rettung eines (unverletzten) Wanderers am südlichen Schneeberg gerufen.

44-Jähriger verlor Orientierung

Ein 44-jähriger Wiener war am Vormittag über die Weichtalklamm zur Fischerhütte aufgestiegen und hatte beim Abstieg die Orientierung verloren. "Aufgrund des Absturzgeländes und der schwierigen Verhältnisse (felsdurchsetztes Steilgelände, Nässe, einsetzende Dunkelheit) traute sich die Person den weiteren Abstieg nicht zu", heißt es seitens der Bergrettung.

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    Wanderer saß am Schneeberg fest: Bergrettung im Einsatz
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    Bergrettung NÖ/W

    Hubschrauber ortete Vermissten

    Der Vermisste konnte vom Hubschrauber des Innenministeriums auf etwa 850 Metern Seehöhe oberhalb des weglosen Krummbachgrabens zwar geortet, aufgrund der dichten Bewaldung jedoch nicht gerettet werden. Die Einsatzkräfte der Bergrettungsortsstelle Reichenau konnten den Wanderer, der gut ausgerüstet und in guter Verfassung war, kurz nach 21 Uhr schließlich auffinden und mit dem Mann den rund eineinhalbstündigen Rückweg antreten.

    "Vermitteln oftmals falsche Sicherheit"

    "Dieser Einsatz hat einmal mehr aufgezeigt, dass digitale Wander-Apps eine hilfreiche Ergänzung sein können, aber oftmals falsche Sicherheit vermitteln. Auch dieser Wanderer hatte ,blind' seiner App vertraut, Warnschilder (,kein Abstieg ins Tal') am Weg übersehen und die Tour nicht entsprechend geplant. Die Bergrettung empfiehlt stets eine analoge Wanderkarte mitzuführen und markierte Wanderwege zu benutzen", so die Bergrettung.

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