Auf den Dönerteller-Filter fahren die Insta-Nutzer ab

Wer auf Instagram einen erfolgreichen Filter kreiert, gewinnt massiv an Followern. Neu steht das Feature allen Nutzern offen.
Sie wurde mit dem Erschaffen von Augmented-Reality-Filtern berühmt: Die Künstlerin Johanna Jaskowska hat sich mit ihren Beautyfiltern auf Instagram über 600'000 Follower geholt. Und auch der Artdirector und Influencer Chris Pelk verdankt seine 1,1 Millionen Follower nicht zuletzt seinen beliebten Kamera-Filtern.

Jetzt macht Instagram die Software Spark AR Studio, mit der eigene Face-Filter erstellt werden können, sämtlichen Nutzern zugänglich. Zu diesem Anlass präsentiert es die User-Kreationen in der App.

Dönerteller und Socken im Gesicht

In der Schweiz gehört die Mikro-Influencerin und Social-Content-Producerin Ana Brankovic zu den ersten Creators. Die 29-jährige Baslerin war bereits an der Beta-Version von Spark AR Studio als Testerin beteiligt. "Mein Interesse und meine Neugier an dieser Technologie sind extrem groß. Und ich finde es cool, wie sich dadurch die Ästhetik von Bildern verändern lässt", erzählt Brankovic.



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ihren ersten Filter veröffentlichte die Baslerin Anfang Juli. Der Dönerteller-Filter entstand aus zwei Gründen: "Zum einen wollte ich eine Art Gegentrend zu den Fashion-Filtern starten. Zum anderen konnte ich so die Reichweite von analogen Produkten digital erweitern." Damit meint Brankovic etwa das Dönerteller-Shirt oder die Feldbergstraßen-Socken, die sie mit ihrem Online-Magazin Wiewaersmalmit.ch vertreibt.

Potenzial für Tourismus und Brands

Brankovics Filter kommen bei ihren Followern gut an. Ihre neuste Kreation ist der "Do-not-touch-the-art"-Filter, eine digitale Erweiterung des gleichnamigen Shirts. Inspiriert von der typischen Museumsaufschrift, Kunstwerke nicht zu berühren, will Brankovic so die Art-Selfie-Generation erreichen. "Das 'Bitte-nicht-Berühren' meint einerseits die Kunstwerke, kann aber auch losgelöst vom Museumskontext den eigenen Körper meinen und so ein Statement sein", erklärt die 29-Jährige.

Welcher Filter als Nächstes kommt, wisse sie noch nicht. Großes Potenzial sieht die Baslerin auf jeden Fall in der Tourismusbranche und im urbanen Raum. Dort könne mit interaktiven Filtern die Stadt auf eine neue Art und Weise erfahrbar gemacht werden. "Interessant sind sie sicher auch für Brands", sagt Brankovic weiter, "die so klassische Kommunikationsmittel wie etwa das Plakat umfunktionieren können." (vhu)

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