Auf Flucht mehrmals auf Polizei geschossen

Jener 50-Jährige, der bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet wurde, hat zuvor mehrmals auf die Beamten geschossen.

Bei einem Schusswechsel mit der Polizei ist in der Nacht auf Sonntag wie berichtet ein 50-Jähriger aus dem Raum Altmünster (Bez. Gmunden) erschossen worden. "Heute" liegen nun weitere Details zu dem Vorfall vor.

Wie die Staatswanwaltschaft Wels bestätigt, hat der Mann bereits im Vorfeld eine Verzweiflungstat angekündigt. Gegen 21 Uhr ging bei der Polizei der Notruf ein. Ersten Informationen zu Folge kündigte der 50-Jährige vor seiner Familie, Nachbarn und einem Priester an, sich etwas antun zu wollen. 

Anschließend stieg er in sein Auto und fuhr davon. Mit im Gepäck hatte er laut Christoph Weber, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wels, zwei Faustfeuerwaffe. Er hatte beide Waffen legal zu Hause. 

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Mittels Handypeilung konnten Beamte den Flüchtigen schließlich aufspüren. Während Versuche, den Wagen zu stoppen zunächst scheiterten, stellten Polizisten den 50-Jährigen schließlich gegen 23.40 Uhr in Altmünster. Ein Polizist gab Schüsse auf einen Hinterreifen ab. Ob und wie oft der Reifen bzw der Wagen getroffen wurde, muss jetzt untersucht werden. 

Drei Einschusslöcher in der Windschutzscheibe

Fakt ist bislang: Der Lenker hielt den Wagen selbst an und sprang gleich danach aus dem Wagen, eröffnete das Feuer auf den Polizeibus in Richtung der Fahrerin. Wie viele Schüsse er genau abfeuerte, ist noch nicht bekannt. Fest steht: Der Bus weist drei Einschusslöcher auf. 

Der Beifahrer des Polizeibusses, ein Beamter der Diensthundestaffel, erwiderte das Feuer und traf den Schützen. Wie viele Treffer es genau waren, ist ebenfalls noch Gegenstand der Ermittlungen. Der 50-Jährige starb noch am Einsatzort. Eine Polizistin, die Lenkerin des Wagens, erlitt leichte Verletzungen am Handgelenk. Diese dürfte sie sich durch Splitter der Windschutzscheibe zugezogen haben.

Um die genaue Todesursache zu ermitteln, wurde eine Obduktion angeordnet. Diese soll noch am Sonntag stattfinden. Die weiteren Ermittlungen hat das Landeskriminalamt Niederösterreich übernommen. Wie auch sonst üblich, übernimmt bei Schusswaffengebrauch immer eine Behörde aus einem anderen Bundesland.

Waren finanzielle Probleme Auslöser?

Schon im Vorfeld wurde spekuliert, ob der Mann den Schusswechsel mit der Polizei aus voller Absicht provoziert haben könnte, um von den Beamten ins Visier genommen zu werden. 

Wie aus Ermittlerkreisen zu hören ist, dürften finanzielle sowie auch familiere Probleme Auslöser gewesen sein. Staatsanwalt Weber betont aber auch hier, dass man die Befragungen abwarten müsse.

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