Die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität in Wien beobachtete Ende letzten Monats einen Mann dabei, wie er mittels Verwendung eines Störsenders ein fremdes Auto aufsperrte und die sich dort befindlichen Wertgegenstände entwendete. Kurz zuvor hatte er einen solchen Einbruchdiebstahl auch bei einem anderen Auto durchführen wollen. Geschnappt wurde der 50-jährige ukrainische Staatsangehörige im ersten Wiener Gemeindebezirk.
Der Autoknacker ging dabei sehr tückisch vor. Er stellte sich in die Nähe eines gerade einparkenden Autos. Als dessen Lenker daraufhin ausstieg und die Türen seines Pkw mit einer Funkfernbedienung verschloss, betätigte in dem Moment auch der mutmaßliche Tatverdächtige einen, wie sich im Nahhinein herausstellte, sogenannten Code-Grabber. Nachdem sich der Fahrzeuglenker weit genug entfernt hatte, stieg der 50-Jährige in das Auto und durchsuchte es nach Wertgegenständen.
Die Beamten nahmen den Mann fest. Im Zuge der Festnahme wehrte sich jener jedoch, sodass die Polizisten Körperkraft anwenden mussten. Bei dem dringenden Tatverdächtigen konnte das Diebesgut sowie der Code-Grabber sichergestellt werden. Der Code-Grabber wurde offensichtlich dazu verwendet, um die Funkverbindung zwischen dem Schlüssel und dem Pkw zu unterbrechen, sodass das Auto gar nicht erst versperrt werden konnte.
Die Beamten konnten dem mutmaßlichen Täter im Rahmen weiterer Ermittlungen drei weitere solcher Taten nachweisen. Es gibt Videoaufzeichnungen im unmittelbaren Bereich der Tatorte, die die Taten belegen.
Die Ermittler gehen sogar davon aus, dass der Mann mit mindestens 40 weiteren versuchten oder vollendeten PKW-Einbrüchen im Zusammenhang steht. Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete die Einlieferung in eine Justizanstalt an.