Auf Hüft-OP muss man bis zu 18 Monate lang warten

Seit 2015 gilt das neue Ärzte-Arbeitszeitgesetz. Mediziner dürfen nur noch maximal 48 - statt wie bisher 60 - Stunden pro Woche arbeiten. Ärztevertreter warnen vor Burn-out und längeren Wartezeiten.

Seit 2015 gilt das neue Ärzte-Arbeitszeitgesetz. Mediziner dürfen nur noch maximal 48 – statt wie bisher 60 – Stunden pro Woche arbeiten. Ärztevertreter warnen vor Burn-out und längeren Wartezeiten.

"Durch die neue Arbeitszeit haben wir etwa ein Drittel weniger Arzt-Arbeitsstunden, die zur Verfügung stehen", sagt Wolfgang Weismüller, Vorsitzender des Personalgruppenausschusses Ärzte. Nachsatz: "Das bedeutet eine enorme Arbeitsverdichtung, die Kollegen werden ausgepowert." Die Folge für Patienten seien längere Wartezeiten. Auf eine Hüft-OP im Otto-Wagner-Spital etwa warte man bis zu 18 Monate. "Uns fehlen mehrere hundert Ärzte und eine Umstrukturierung. Sonst müssen die Leistungen zurückgefahren werden", warnt Weismüller.

Ähnlich sieht das : "Es gibt Engpässe, Wartezeiten auf planbare OPs haben sich verlängert." "Es gibt mehrere Maßnahmen, um die Ärzte zu entlasten, z.B. Entlastung von administrativen Tätigkeiten durch das Pflegepersonal etc.", heißt es vom KAV. Die Wartezeiten in Ambulanzen und auf OPs seien nicht angestiegen. Und: "In Fächern mit Engpässen, wie Anästhesie oder Psychiatrie, wird der KAV zusätzlich Ärzte suchen."

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