Aufgedeckt – der dreiste Punsch-Trick der Wirte

Bei mehreren Punschständen bekam "Heute"-Testerin Christine Ziechert auf Nachfrage Alkoholisches.
Bei mehreren Punschständen bekam "Heute"-Testerin Christine Ziechert auf Nachfrage Alkoholisches.Sabine Hertel
Viele Wirte umgehen das Verbot von offen ausgeschenktem Alkohol. Zu einem Kinderpunsch gibt es auf Nachfrage oft ein kleines Fläschchen dazu.

Seit Montag dürfen Lokale beim Take-away keinen offenen Alkohol mehr ausschenken – doch dreiste Wirte entdeckten ein Schlupfloch. Aus Kinderpunsch wird mit einem Trick ein alkoholisches Getränk. Die Verordnung sagt nämlich nur, dass kein offener Alkohol ausgeschenkt werden darf. Also gibt es zum alkoholfreien Punsch ein Flascherl Obstler dazu – legal, aber natürlich eine Sauerei. Mehrere Stände nutzen das, wie ein "Heute"-Test in Wien zeigt. Die Adressen nennen wir mit Absicht nicht, um keine Reklame zu machen.

Punschstand 1

Ein Orangen-Beeren- oder Apfel-Holler-Kinderpunsch kostet 5 Euro. Als Gratis-Beigabe gibt es (auf Nachfrage) ein kleines, verschlossenes Schnapsflascherl, etwa Williams Birne, dazu.

Punschstand 2

Der Apfel-Himbeer-Punsch kommt auf 3,40 Euro. Auf die Frage, wie es mit Alkohol aussieht, wird ein Mini-Obstler um 3,20 € serviert.

Punschstand 3

Der Punsch um 3,30 Euro ist alkfrei. Auf mehrmalige Nachfrage wird ein kleiner Jägermeister um 2,50 Euro offeriert.  

Meinl am Graben top

Hier bleibt man eisern: Es gibt keinen Alk.

Fazit: Punsch mit Alkohol ist (leider) kein Problem, die Verordnung wird mit geschlossenen und extra verkauften Fläschchen umgangen. Muss das sein?

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