Ukraine

Aufgedeckt: Putins Soldaten vergewaltigen auch Buben

Schreckliche Gräueltaten russischer Soldaten werden nun öffentlich. Die Aggressoren sollen ukrainische Buben vergewaltigt haben.
20 Minuten
07.05.2022, 18:39

Etliche Buben und Männer sind nach neusten Berichten im Ukraine-Krieg Opfer von sexueller Gewalt und Vergewaltigungen geworden, wie der "Guardian" berichtet. Dutzende Fälle sexueller Gewalt durch russische Truppen würden bereits untersucht, sagte eine UN-Beamtin am Dienstag. Diese seien aber nur die "Spitze des Eisbergs".

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«Ich habe Berichte über Fälle von sexueller Gewalt gegen Männer und Jungen in der Ukraine erhalten, die noch nicht verifiziert sind», sagte Pramila Patten, UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt im Krieg, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Kiew. Für männliche Überlebende von Vergewaltigungen sei es besonders schwierig, über das Verbrechen zu berichten, fügte sie an.

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"Für Frauen und Mädchen ist es unter anderem wegen der Stigmatisierung schwierig, Vergewaltigung anzuzeigen, aber für Männer und Jungen ist es oft noch schwieriger. Wir müssen diesen sicheren Raum für alle Opfer schaffen, damit sie Fälle von sexueller Gewalt melden können", so Patten. Die UN-Sonderbeauftragte war wegen "überwältigender" Hinweise auf weit verbreitete, systematische sexuelle Gewalt und der Gefährdung ukrainischer Frauen durch Menschenhandel nach Kiew gereist. "Alle Warnsignale stehen auf Rot", sagte sie.

Gleichzeitig forderte Patten die Überlebenden auf, sich zu melden, und die internationale Gemeinschaft, die Täter zu finden und zur Verantwortung zu ziehen, wie der "Guardian" schreibt. "Die Dokumentationen von heute werden die Strafverfolgungen von morgen sein", versprach sie.

"Biologische Kriegsführung"

Pramila Patten warnte, dass die Welt zu lange zugelassen habe, dass sexuelle Gewalt als billige, stille und effektive Waffe gegen ganze Gemeinschaften eingesetzt werde: "Billig, weil sie keine Kosten verursacht. Sehr effektiv, weil sie nicht nur das Opfer betrifft, sondern ganze Familien und Gemeinschaften", sagte sie. "Es ist biologische Kriegsführung. Es ist psychologische Kriegsführung."

Die ukrainische Generalstaatsanwältin Irina Wenediktowa sagte an der gleichen Pressekonferenz, dass ihre Behörde Berichte über sexuelle Gewalt durch russische Truppen gegen Männer und Frauen jeden Alters, von Kindern bis zu älteren Menschen, gesammelt habe. Laut Wenediktowa werden Vergewaltigungen als bewusste Strategie eingesetzt: «Das ist natürlich, um die Zivilgesellschaft einzuschüchtern und alles zu tun, um die Ukraine zur Kapitulation zu zwingen.»