Aufregung: Drohne über dem Bundeskanzleramt

Ein Wiener war am Sonntag in voller Aufregung. Er will über dem Bundeskanzleramt am Heldenplatz eine einen Meter lange Drohne gesichtet haben, wie er dem Ö1-Mittagsjournal erzählte. Die Austro Control sagt gegenüber dem ORF, dass keine Genehmigung für einen Flug erteilt worden sei.
"Auf einmal habe ich über mir ein Surren gehört, hab’ hinaufgeschaut und auf Dachhöhe des Bundeskanzleramts plötzlich die Drohne gesehen", schildert der Augenzeuge gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal sein Erlebnis am Sonntag. Es seien auch viele andere Leute stehen geblieben, um sich das Flugobjekt anzuschauen.

Werbefilm für Australien?

Der Mann ist der Drohne gefolgt und hat zwei Männer entdeckt, die sie gesteuert haben. Sie haben ihm versichert, dass sie einen österreichischen Werbefilm für Australien drehen. Der Augenzeuge erstattete aber sicherheitshalber bei der Polizei Anzeige, immerhin hatte es vor kurzem einen Vorfall in Japan gegeben, bei dem eine auf dem Dach des Amtssitzes des Regierungschefs gelandet war.

Keine Flugerlaubnis

Markus Pohanka, Sprecher der Flugsicherheitsbehörde Austro Control, sagt gegenüber dem ORF: "Wir haben keinen Antrag für eine solche Genehmigung erhalten und auch keine erteilt. Wird eine Sichtung zur Anzeige gebracht, ist eine Verwaltungsstrafe von einigen tausend bis zu 20.000 Euro die Folge." Aus Sicherheitsgründen gilt über Wien ein Flugverbot für Drohnen, die schwerer als 250 Gramm sind.
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