Nach 30 Jahren

"Zumutung": Nackte Eva in Fußgängerzone sorgt für Ärger

Eine nackte Bronzestatue sorgt in Hamburg plötzlich für Wirbel. Bürger fordern die Entfernung der Skulptur aus der Fußgängerzone.
Newsdesk Heute
09.10.2026, 16:41
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Seit mehr als drei Jahrzehnten steht die nackte Bronzestatue "Eva" im Hamburger Stadtteil Rahlstedt. Ursprünglich befand sie sich vor dem Ortsamt, mittlerweile ziert sie den Eingang zur Fußgängerzone.

Nun regt sich Protest gegen das Kunstwerk.

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Bürger empfinden Statue als Zumutung

In einem Schreiben an die Geschäftsstelle der Bezirksversammlung Wandsbek äußerte ein Bürger seinen Ärger über die Skulptur. Laut dem anonymisierten Brief sei die lebensgroße, völlig nackte Frauenfigur mitten im Straßenbild eine "Zumutung".

Wie die "MoPo" berichtet, kritisiert der Verfasser, dass die Skulptur den weiblichen Körper auf ein Objekt reduziere und ein sexualisiertes Rollenbild vermittele. Passanten würden ungefragt beim Einkaufen damit konfrontiert.

Besonders störe ihn der Name "Eva", der alte Klischees von Verführung und Sünde bediene. Der Bürger fordert die Entfernung der Statue aus der Fußgängerzone.

Geschichte der Skulptur

Die Statue "Eva" stammt vom Bremer Künstler Bernd Stöcker und stand seit 1979 vor dem Ortsamt. Im Jahr 2010 wurde sie gestohlen, woraufhin 2011 eine Replik am neuen Standort aufgestellt wurde.

Im Bezirk Wandsbek gibt es weitere nackte Bronzeskulpturen Stöckers, darunter "Victoria" und "Merkur". Ob es auch zu diesen Werken Beschwerden gab, ist nicht bekannt.

Der Bürgerbrief soll Anfang November im Hauptausschuss der Bezirksversammlung Thema werden.

red,09.10.2026, 16:41