Das hat es mit dem Pferd im ÖBB-Zug auf sich

Große Aufregung am Mittwoch im österreichischen Twitter-Universum. Ein Pferd soll mit der ÖBB gefahren sein. Tatsächlich?
Die Bilder kursieren seit Mittwochnachmittag auf Twitter und haben wohl viele ungläubige Blicke hervorgerufen. Sie zeigen ein Pferd (kein Pony) in einem ÖBB-Zug.Ist das echt? Ist das tatsächlich passiert? War das ein Marketing-Gag?, fragten sich daraufhin viele.

Vonseiten der ÖBB nahm man es zunächst mit Humor. "Wir glauben uns tritt ein Pf... WAIT WHAT?!!", twitterte der ÖBB-Account. Später: "Nachahmung wird nicht emFOHLEN" und "Man 'pferd' wieder Bahn." Offenbar hatten die Bundesbahnen selbst erst durch das Foto von der Aktion erfahren. Unternehmenssprecherin Julianne Pamme bestätigte auf Nachfrage der "APA", dass da tatsächlich ein Pferd im Zug war.

Schräge Aktion

Das Tier und seine menschlichen Begleiter stiegen am Sonntag am Bahnhof Bad Mitterndorf in den REX 3415 ein. Der Regionalzug war von Stainach-Irdning in der Steiermark nach Attnang-Puchheim in Oberösterreich unterwegs. Tatsächlich mitfahren durfte das Pferd dann aber nicht.

CommentCreated with Sketch.8 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Benni, Rudi und ein Pferd

Am selben Tag tauchte auch ein erklärendes Video im Netz auf: "Benni, Rudi und ein Pferd am Bahnhof" heißt es und zeigt die ungewöhnliche Aktion in voller Länge. Darin schildert eine Familie fröhlich ihr Vorhaben: Die Pferde hätten einen langen Weg vor sich und da habe man sich gedacht - angesichts der Hitzewelle - wieso nicht ein "ressourcenschonendes Verkehrsmittel" dafür verwenden.

Kein Schwarzfahrer

Auch zu sehen: Pferd Frieda wollte keinesfalls schwarz fahren. Ein Ticket wurde gelöst, wenn auch etwas ratlos: "Vielleicht muss man zwei Karten kaufen, weil er ja vier Beine hat", wurde spekuliert. Bei den ersten zwei Zügen hatte man übrigens kein Glück: "Weil das Viech z'groß is", lehnte der Schaffner ab.

In den zweiten Zug konnte Pferd "Frieda" einsteigen. Losgefahren ist der Zug allerdings nicht, denn auch hier wurde der Zugführer rechtzeitig aufmerksam. "Frieda" musste in Bad Mitterndorf bleiben.

Nicht gestattet

Schlussendlich wurde es am Twitter-Kanal der ÖBB auch wieder ernst: Diese teilte am Nachmittag mit, dass es "selbstverständlich nicht gestattet" ist, Pferde in den Zügen zu transportieren. "Auch in diesem Fall hat der zahme (aber ungebetene) Gast den Zug wieder verlassen müssen", heißt es.

"Wir hoffen, dass dies eine einmalige Sache bleibt und keine Nachahmungstäter findet", sagte Pamme noch. Im Hinblick auf die Sicherheit aller Fahrgäste wies sie darauf hin, dass es besonders bei Bremsmanövern hätte gefährlich werden können.

(red)

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