Am Samstagnachmittag fand am Wiener Ballhausplatz eine Demo mit dem Motto "Asylmissbrauch stoppen" statt. Laut Polizei kamen 300 Demonstranten, die Gegendemonstranten am Ballhaus- und Heldenplatz waren mit insgesamt 350 Personen jedoch leicht in der Überzahl. Für Aufregung sorgte die Aufstellung des Rednerpults am Deserteursdenkmal.
Am Samstagnachmittag fand am Wiener Ballhausplatz eine Demo mit dem Motto "Asylmissbrauch stoppen" statt. Laut Polizei kamen 300 Demonstranten, die Gegendemonstranten am Ballhaus- und Heldenplatz waren mit insgesamt 350 Personen jedoch leicht in der Überzahl. Für Aufregung sorgte die Aufstellung des Rednerpults am Deserteursdenkmal.
Die Demo und die beiden Gegenproteste, die zeitgleich am Ballhaus- und am Heldenplatz stattfanden, verliefen laut Polizei-Sprecher Roman Hahslinger ohne gröbere Zwischenfälle. Beide Seiten kamen mit zahlreichen Fahnen und Transparenten, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
Rednerpult am Deserteursdenkmal
Einen Aufreger gab es dennoch. Die Veranstalter hatten das Rednerpult direkt auf dem Deserteursdenkmal, das der Opfer der NS-Militärjustiz gedenkt, aufgestellt.
Eine Sprecherin der von der "Offensive gegen Rechts" organisierten Gegendemo sprach laut "orf.at" von einem "Skandal". Der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser bezeichnete die Positionierung als inakzeptabel und kündigte eine parlamentarische Anfrage an. "Es ist völlig unverständlich, dass die Polizei das nicht unterbunden hat", so Steinhauser. Die Polizei selbst entgegnete, dass der Aufstellungsort "keiner gesetzlichen Bestimmung" widerspreche.
Forderungen der Demonstranten
"Wenn Unrecht zu Recht wird ist Widerstand Pflicht", "Hilfe vor Ort statt Asylwahnsinn hier" oder "Unsere Mutter ist die Sprache/Unser Vater ist das Land/Für die Zukunft unserer Kinder/Leisten wir nun Widerstand", war auf den Transparenten der Asyl-Gegner zu lesen.
Forderungen der Gegendemonstranten
"FPÖ Raus!" Flüchtlinge Rein!", forderte die "Neue Linkswende", "Während Reiche im Geld schwimmen, ertrinken Flüchtlinge im Mittelmeer", stand auf einem Transparent der "Offensive gegen Rechts" und den Spruch "Flüchtlinge bleiben! Reiche enteignen" hielten Anhänger der Sozialistischen LinksPartei in die Höhe.
Die Polizei hat ihr Ziel erfüllt: "Wir sind in ausreichender Mannstärke vor Ort, wollen ein Zusammentreffen der Demos verhindern", hatte es im Vorfeld geheißen.