Aufregung um Wiener Eislaufverein

Bild: WertInvest
Das Areal, auf dem sich das Hotel Intercontinental, der Wiener Eislaufverein und das Konzerthaus befinden, soll umgestaltet werden. Doch nun melden sich Kritiker zu Wort und fordern ein Stopp des Umbauverfahrens.
Doch nun melden sich Kritiker zu Wort und fordern ein Stopp des Umbauverfahrens.

Ende Februar wurde der . Eine Reihe namhafter Architekten fürchten um das Stadtbild bzw. üben scharfe Kritik am bisherigen Verfahren.

Es gibt zwar noch keine konkreten Pläne für die Gestaltung und Bebauung des Areals, für die der Investor Michael Tojner mit seinem Unternehmen Wertinvest 200 bis 300 Mio. Euro in die Hand nehmen will. Auch der Wettbewerb wurde noch nicht ausgeschrieben, dennoch machen sich die Experten Sorgen - konkret geht es darum, in welche Richtung es bei der baulichen Neugestaltung gehen könnte. In der Pressekonferenz legten sie ihre Standpunkte dar.

Turmkonstruktion

Die ausgewählten Varianten empfahlen eine Turmkonstruktion mit Signalwirkung neben dem Hotel. Ob das Intercont renoviert oder durch einen kompletten Neubau ersetzt wird, ist noch offen. Es sei aber nicht bekannt, welche Jury die Auswahl getroffen habe, so die Kritiker. Auch habe es keine Transparenz bei der Ergebnisfindung gegeben. Kritik gab es auch für die Flächen- und Höhenvorgaben für das Projekt, da von den Verantwortlichen zunächst behauptet worden sei, dass das Verfahren ergebnisoffen ist.

Man müsse sich die Frage stellen, wie viel Volumen der Standort vertrage bzw. ob es nicht möglich wäre dieses zu reduzieren, forderte Schreieck. Auch im Offenen Brief an die Stadträtin ist zu lesen: "Ist es mit grüner Stadtplanung zu vereinen, für Luxuswohnhäuser Widmungen so drastisch zu erhöhen?" Die Experten wollen nun Vassilakou in die Pflicht nehmen, denn: Es sei die Verantwortung der Stadt, nicht Flächenvorgaben umzusetzen, die "eins zu eins den Interessen des Investors" dienen, so Vass. Die öffentlichen Interessen müssten zumindest einen gleichwertigen Stellenwert haben wie jene des Investors.

Nun wird eine "Nachdenkpause" gefordert.
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