Nach dem "Tatort: Auf einen Schlag" von Sonntag (6.3.) meldet sich nun die Schlagerwelt zu Wort und fühlt sich von der Krimi-Episode ins schlechte Licht gerückt: Klischees würden bedient und Schlagermusiker wie Fans verhöhnt.
Nach dem (6.3.) meldet sich nun die Schlagerwelt zu Wort und fühlt sich von der Krimi-Episode ins schlechte Licht gerückt: Klischees würden bedient und Schlagermusiker wie Fans verhöhnt.
"Das Drehbuch kann nur ein Mann geschrieben haben, der von banalen Vorurteilen gegenüber Volksmusik geprägt ist und sich nie wirklich mit uns beschäftigt hat", echauffiert sich Schlagerstar Heino gegenüber der "Bild"-Zeitung. Weiters sagt der Musiker, dass der gestrige "Tatort" überflüssig war und nicht nur seine Kollegen, sondern auch viele Fans, verhöhnen würde.
Aber Heino ist nicht der einzige Schlagermusiker, der sich vom Dresdner Fall in ein schlechtes Licht gerückt fühlt: Ebenfalls das Volksmusik-Duo Marianne und Michael meldet sich zu Wort: "Den 'Tatort'-Machern ist nicht Besseres eingefallen, als unsere Branche gehörig durch den Dreck zu ziehen."
Verlogene Schlagerwelt
In ihrem ersten "Tatort"-Fall ermittelten die Dresdner Kommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) gemeinsam mit Polizeianwärterin Maria Magdalena Mohr (Jella Hasse) im Mordfall eines Schlagermusikers: Toni Derlinger vom Gesangsduo "Toni & Tina" wird erschlagen aufgefunden.
Entgegen der ersten Vermutungen stellt sich im Laufe der Ermittlungen heraus, dass die betrogene Ehefrau - Toni war homosexuell und stand kurz vor seinem Coming-Out - lieber als Solokünstlerin durchstarten wollte und ihren Gesangspartner, der ihren Traum verhindern hätte können, somit loswerden wollte.
Damit bedient der das Klischee der "verlogenen Schlagerwelt". Zudem meint Schlagersänger Patrick Lindner gegenüber der "Bild": "Ich glaube nicht, dass ein Sänger egal welchen Genres, heute noch verheimlichen muss, ob er Frauen oder Männer liebt."