Aufstand wegen AK-Übersiedlung

Noch am Dienstag schien es fix: Die Arbeiterkammer NÖ will 2016 ihre Zentrale von Wien nach St. Pölten verlegen. Doch die Ankündigung von Präsident Hermann Haneder scheint intern auf zähen Widerstand zu stoßen. Wie Heute erfuhr, wurden seine Aussagen bereits von Betriebsrat Herbert Grurl dementiert.
Derzeit gebe es keinen Beschluss, die ganze Zentrale bis 2016 nach St. Pölten zu übersiedeln, so der Arbeiterkammer-Betriebsrat in einer E-Mail an seine Kollegen.

Grurl weiß, dass etliche Mitarbeiter das tägliche Pendeln nach St. Pölten scheuen und will daher für eine etappenweise Übersiedelung kämpfen. Ja, es gibt Veränderungsängste, aber wir werden eine Lösung finden, verspricht Bettina Heise, Sprecherin von Präsident Hermann Haneder.

Vizepräsident Franz Hemm hält nicht viel von einer Scheinlösung: Auch aus Kostengründen muss die gesamte Zentrale so rasch wie möglich nach St. Pölten übersiedeln.

Die Entscheidung soll bei der Vollversammlung Ende Mai fallen. 300 Mitarbeiter sind vom Umzug betroffen.

Elisabeth Czastka
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