Endlich. Das Warten hat ein Ende, Leeds ist wieder erstklassig. 16 Jahre mussten sich die Fans gedulden, bis die "Peacocks" wieder in der Premier League spielen dürfen. Logisch, dass sich die Leeds-Fans freuten und feiern wollten. Nur befindet sich auch Großbritannien wegen der Corona-Pandemie noch immer im Ausnahmezustand. In Zeiten von Social Distancing ist es äußerst schwierig zu feiern, so alleine.
Leeds United feiert nach 16 Jahren sein Comeback in der Premier League. Zwei Spieltage vor Ende der Championship-Saison steht der Aufstieg der "Peacocks" fest. Die Mannschaft des früheren argentinischen und chilenischen Nationaltrainers Marcelo Bielsa profitierte dabei von der 1:2-Niederlage des direkten Verfolgers West Bromwich Albion am Freitagabend bei Huddersfield Town. Leeds hat bei zwei ausstehenden Partien 87 Punkte, Bromwich 82 Zähler – aber nur noch ein Spiel. Den bis dato letzten von drei Titeln hatte Leeds United 1992 gewonnen.
Das dachten sich wohl auch einige tausend Leeds-Supporter und schmissen alle Corona-Regeln über Bord. Sie ignorierten die Aufforderung der Polizei und von Club-Besitzer Andrea Radrizzani doch zuhause zu bleiben. Sie begaben sich zum Heimstadion Elland Road und feierten wie die Wilden. Schutzmasken waren eine Seltenheit, genauso wie Social Distancing. Es wurden Feuerwerk abgelassen, Pyros gezündet, gefeiert, gejohlt und Autos demoliert.
Die Leeds-Spieler sahen sich die Feierlichkeiten von innerhalb des Stadions an und begaben sich später auch noch zur Meute nach draußen. Dort sangen und johlten sie gemeinsam mit den Fans.
Auch andere Fußballer freuten sich über den Wiederaufstieg, so etwa Liverpool-Spieler James Milner, der seine Karriere in der Leeds-Jugend begann und von 2002 bis 2004 beim Club unter Vertrag stand.