Der Lichtenwörther nahm den Briten Kyle Edmund, einst Top-20-Spieler, aktuell aber bloß 498. in der Weltrangliste, nach nur 1:22 Stunden mit 6:4 und 6:1 aus dem Turnier, schaffte den Sprung in die zweite Runde. Und verbesserte seine Saison-Bilanz auf sieben Siege, dem stehen zwölf Niederlagen gegenüber.
"Am Anfang habe ich zu sehr die Handbremse drinnen gehabt, es gab dann ein paar enge Momente. Aber dann ist es immer besser geworden, habe ich es genießen können. Er ist ein guter Spieler, ich kenne ihn schon seit den Junior-Tagen", bilanzierte Thiem sichtlich zufrieden.
In der zweiten Runde wartet nun aber eine harte Nuss auf den Weltranglisten-93. Thiem bekommt es mit dem Griechen Stefanos Tsitsipas, der Nummer vier des Turniers, zu tun. Der Grieche hatte in der ersten Runde ein Freilos.
Im ersten Durchgang entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, wenn auch nicht auf höchstem Niveau. Thiem bekam von seinem britischen Gegner zunächst kaum Rhythmus im Spiel, konnte beim Stand von 3:2 für Edmund zwei Breakchancen abwehren. Erst mit Fortdauer des Satzes wurde Thiem konstanter. Und wurde vom Weltranglisten-498. zum vorentscheidenden Break zum 5:4 mit zwei Doppelfehlern eingeladen. Thiem ergriff die Chance, nahm seinem Gegner das Service ab und machte Satz eins mit 6:4 zu.
Deutlich umkämpfter verlief dann der Start des zweiten Durchgangs. Thiem ließ gleich m ersten Game eine Breakchance ungenützt, schnappte sich schließlich den Aufschlag des 28-Jährigen zum 2:1 – wieder servierte Edmund im entscheidenden Moment einen Doppelfehler. Der Niederösterreicher musste zwei Möglichkeiten zum sofortigen Re-Break abwehren. Danach war Edmunds Widerstand gebrochen. Denn Österreichs Nummer eins legte das Doppel-Break zum 4:1 nach, nützte seinen dritten Matchball zum 6:1-Erfolg. Wieder machte Edmund zuvor einen Doppelfehler.