Wirtschaft

Aus für 200-Euro-Bonus – was du jetzt wissen musst

Das Klimaschutzministerium verschärft nach Betrugsverdachtsfällen das Sicherheitsnetz der Abwicklung des Reparaturbonus massiv. Die Details.
03.07.2023, 21:17
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Wer Elektrogeräte reparieren lässt (anstatt sie zu entsorgen), erhält 50 Prozent der Kosten bzw. maximal 200 Euro ersetzt: Ende April 2022 gab Ministerin Leonore Gewessler den Startschuss für diesen "Reparaturbonus".

Jüngst stellte sich aber heraus: Von den seither ausbezahlten 70 Millionen Euro könnten bis zu vier Millionen in den Taschen von Betrügern gelandet sein. Unter Verdacht: 56 Betriebe, darunter zahlreiche Handyshops.

Pause bis zum Herbst

Projekt pausiert Um nicht noch mehr Geld an (mutmaßliche) Gauner zu verlieren, kann die Förderung ab sofort bis zum Neustart am 25. September nicht mehr beantragt werden. In der Zwischenzeit wird das System komplett umgestellt.

Was jetzt kommt Damit betrügerische Betriebe nicht länger von der Einreichung erfundener Reparaturen profitieren können, wird das Geld künftig direkt an die Kunden ausbezahlt.

Die Kunden müssen dann vorübergehend die gesamte Reparaturrechnung begleichen und erhalten erst anschließend den Förderbetrag auf ihr Konto (muss beim Antrag angegeben werden) überwiesen.

Kein zusätzlicher Aufwand

Die Einreichung der Förderung erfolgt weiterhin durch den Partnerbetrieb, Kunden haben keinen zusätzlichen Aufwand. Nach dem Einreichen der Rechnung durch den Betrieb kann die Förderung von der KPC an den Kunden überwiesen werden. Alle Partnerbetriebe werden umfassend über den Sicherheitsumbau informiert und bekommen neue Verträge zugesandt.

Mit dem Abschluss der neuen Reparatur-Partnerverträge können sie im Herbst wieder bei der beliebten Förderaktion mitmachen. An der Aktion Reparaturbonus nehmen derzeit rund 3.500 Partnerbetriebe teil. 673.061 Reparaturbons mit einer Fördersumme von 69,7 Millionen Euro wurden bereits eingereicht (Stichtag19.06.2023).

Der Reparaturbonus wird durch "NextGenerationEU" im Rahmen des Österreichischen Aufbau- und Resilienzplans (ÖARP) bis 2026 insgesamt mit Mitteln in Höhe von 130 Millionen Euro gefördert. Die Europäische Kommission ist natürlich informiert und heißt die Systemumstellung im Sinne der Sicherheit gut.

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