Politik

Aus für Gratis-Tests? Jetzt spricht Minister Rauch

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) war am Samstag Gast beim Ö1-"Mittagsjournal". Er verriet, ob man für Corona-Tests künftig zahlen muss. 

Nicolas Kubrak
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Im Ö1-"Mittagsjournal" am Samstag verriet Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne), ob Corona-Tests kostenpflichtig werden.
Im Ö1-"Mittagsjournal" am Samstag verriet Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne), ob Corona-Tests kostenpflichtig werden.
HANS PUNZ / APA / picturedesk.com

"Eine komplette Beendigung der Gratistests halte ich in der Situation für ganz schwierig, und ich werde darum kämpfen und ringen, dass wir da eine Lösung finden, dass ein bestimmtes Ausmaß an Gratistests auch weiterhin möglich sein wird", sagte der Gesundheitsminister am Samstag. Eine konkrete Zahl nannte Rauch jedoch nicht. Eine mögliche Aufteilung – etwa nach Bereich wie Schule oder Gesundheitssektor – halte er nicht für sinnvoll. Sein Wunsch: "Allen, die es brauchen, eine gewisse Anzahl an Tests weiterhin gratis zur Verfügung stellen". 

Rauch will Gesamtlösung

Die nächsten Schritte werden laut Rauch in der kommenden Woche geprüft und in ein Paket gebunden. Der Mückstein-Nachfolger wolle eine Gesamtlösung präsentieren – etwa was Testungen, Absonderungsbescheide und das weitere Vorgehen an Schulen betreffe. Was die Öffnungen betrifft, wolle er keine Kritik an den Geschehnissen vor seinem Amtsantritt äußern.

Maßnahmen "nicht notwendig"

Der neue Gesundheitsminister meinte, dass die Lockerungen am 5. März möglicherweise "die eine oder andere Woche zu früh" kamen, aber es gebe derzeit keine Überlastung des Gesundheitssystems. Daher seien einschränkende Maßnahmen "nicht notwendig", so Rauch. Diese werde es auch nur geben, wenn sie "unabwendbar und notwendig" sein sollten – diese Maßnahmen müssten jedoch Akzeptanz finden. "Wenn das Grundverständnis fehlt, kann der Minister verordnen, was er will, die Leute werden nicht mehr folgen", stellte er fest.

Der Pandemieminister betonte, er möchte die "Heute so, morgen so"-Vorgehensweise beiseite lassen und versuchen, die weiteren Schritte "klarer, strukturierter und nachvollziehbarer zu machen" – in der Vergangenheit sei schließlich "manches nicht so gut gelaufen". Sein Ziel sei es jedenfalls, "uns bestmöglich auf den Herbst vorzubereiten". Eines könnte er jedoch klar feststellen:

"Die Impfpflicht ist nicht tot."
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