Aus für Halali: Gatterjagd wird ab 2029 verboten

In zwölf Jahren ist Schluss mit der Knallerei hinter Zäunen.
In zwölf Jahren ist Schluss mit der Knallerei hinter Zäunen.Bild: VgT
Jetzt macht auch NÖ Schluss mit der kritisierten Gatterjagd. Landesrat Stephan Pernkopf (VP) hat sich zu einem Verbot ab 2029 durchgerungen.

Die Betreiber und Besitzer der 71 Jagdgatter im Bundesland haben jetzt zwölf Jahre Zeit, um sich auf die neue Situation einzustellen. Es geht dabei hauptsächlich um die Planungssicherheit und Wahrung des Eigentums. In NÖ umfassen die eingezäunten Jagdgebiete eine Fläche von 23.000 Hektar, das ist 20 Mal die Fläche des Nationalparks Thayatal. Seit zwei Jahren sind neue Gatterjagden in NÖ verboten.

Der Entschluss zum Verbot stützt sich auf die Studie eines anerkannten Wildbiologen. Die Hauptgründe: Jagd in einem eingezäunten Gelände ist nicht waidgerecht, nicht sinnvoll und schadet der biologischen Vielfalt, denn Isolation ist schädlich.

Landesrat Pernkopf in seiner Begründung: "Ich setzte mich im vollen Umfang für eine waidgerechte Jagd ein und die kann nur in freier Wildbahn stattfinden."

Martin Balluch vom Verein gegen Tierfabriken (VgT) kämpft seit Jahren für ein Verbot und sagt in einer ersten Reaktion zu Heute: Die zwölf Jahre Übergangszeit sind zu lange, im Burgenland sind es nur sieben. Trotzdem bin ich froh, dass man endlich zur Vernunft gekommen ist."

(ste)

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