Österreich

Aus für Notruf 144: Ärger in Mistelbach

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:57

Die geplante Schließung der Notruf-Leitstelle Mistelbach sorgt in der Region für Ärger. Regionalpolitiker beschweren sich über mangelnde Information und den Verlust von Arbeitsplätzen. Zehn Mitarbeiter müssen nun nach Tulln pendeln, auch in den anderen vier Nebenstandorten herrscht jetzt Sorge um die Jobs.

Im Jahr 2003 wurden die Rettungsleitstellen für ganz Niederösterreich zentralisiert. Die Organisation Lebig nahm seit damals praktisch jeden Notruf über die Nummer 144 entgegen, schickte die Einsatzkräfte aus. Nun wurde die Einsatzzentrale in Notruf 144 Niederösterreich umbenannt, derzeit werden in Dienststellen in Amstetten, Baden, Mistelbach, St. Pölten, Tulln und Zwettl Hilferufe von Menschen am Telefon entgegengenommen.
Doch mit Ende Juli wird die Außenstelle in Mistelbach aus Sparmaßnahmen geschlossen. Zehn Mitarbeiter müssen dann in die Zentrale nach Tulln pendeln. Für das strukturschwache Weinviertel ein herber Schlag.
Politiker aller Parteien waren von der Entscheidung der Organisation nicht nur überrascht, sie verstoße auch gegen ursprüngliche Vereinbarungen, hagelt es lautstark Kritik. Und auch andere Außenstellen bangen nun um die Existenz. Derzeit seien vorerst aber laut Notruf 144 keine weiteren Schließungen geplant.Oswald Hicker

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen