In Mistelbach erfuhr man erst aus der Zeitung, dass die regionale Rettungs-Einsatzleitstelle geschlossen wird. Zehn Mitarbeiter werden in die Zentrale der Organisation Notruf 144 nach Tulln verlegt. Die Politiker aller Fraktionen aus dem ganzen Bezirk kritisierten die Entscheidung. Die Arbeitsplätze würden nun im ohnehin strukturschwachen Weinviertel fehlen.
Stefan Spielbichler, der Geschäftsführer von Notruf 144, versteht die große Aufregung nicht: Es geht natürlich kein einziger Arbeitsplatz verloren. Für die Hälfte der Mitarbeiter ist es nach Tulln sogar näher als nach Mistelbach.
Nach den Einsparungsplänen im Weinviertel herrschte auch in anderen Nebenstellen der Leitzentrale Sorge um eine eventuelle Absiedelung. Auch dort bestehe kein Grund zur Panik, versichert Spielbichler: Es ist keine Rede davon, einen weiteren Standort zu schließen.