Österreich

Aus für Weißen Hof: Jetzt neue Golfplatz-Debatte?

Heute Redaktion
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Bild: iStock (Symbol)

Mit 2026 soll das Reha-Zentrum am Weißen Hof in Klosterneuburg mit jenem in Wien-Meidling zusammengelegt werden. Doch was passiert dann mit dem Areal?

Für die Klosterneuburger Bevölkerung ist es seit einer gefühlten Ewigkeit ein Hin und Her: Wie lange wird das Rehabilitationszentrum am Weißen Hof noch betrieben?

Geht es nach der AUVA: Bis 2026, dann soll der Standort mit jenem in Wien-Meidling zusammengelegt werden. Das ergab die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von SPÖ-Nationalratsabgeordnetem Rudolf Silvan ("Heute" berichtete).

Golfplatz bald wieder spruchreif?

Doch was passiert dann mit dem Gelände? Das ist die große Frage, die derzeit vor allem zwei Gruppen von Klosterneuburgern im Kopf herumspukt: Jenen, die das Areal gerne als Naherholungsgebiet nutzen – und Golf-Fans.

Denn: Bis zum Jahr 2013 stand ein 18-Loch-Golfplatz rund um das Reha-Gebäude im Gespräch. VP-Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager zeigte sich dem von einem leidenschaftlichen Golfer aus Klosterneuburg vorangetriebenen Projekt damals positiv gestimmt, die AUVA sowieso – immerhin ist ein Verpachten der derzeit auf landwirtschaftliche Fläche (rund 80 Hektar) gewidmeten Äcker eine gute Einnahmequelle.

2013 68 % gegen Golfplatz

Doch die Klosterneuburger Bevölkerung machte dem Vorhaben damals einen Strich durch die Rechnung: Unterschriften wurden gesammelt, es kam zu einer Volksbefragung, an der rund 40 % der Wahlberechtigten teilnahmen. Ergebnis: 68 Prozent stimmten gegen einen Golfplatz. Die Stadtpolitik widmete die Fläche in Folge nicht auf "Grünland-Sport/Golf" um. Das Projekt wurde ad acta gelegt.

Jetzt nach Öffentlichwerden des vermeintlich fixen Endes der Reha-Einrichtung im idyllischen Wienerwald, könnte das Projekt "Golfplatz" von jenen, die es schon damals umsetzen wollten, wieder aus der verstaubten Schublade geholt werden.

Das glaubt zumindest PUK-Gemeinderat Stefan Hehberger. "Der Grundeigentümer wird dort keine Rückwidmung in landwirtschaftliche Flächen (für die Fläche des Gebäudes, Anm.) akzeptieren – daher ist mit Baumaßnahmen oder anderen Nutzungen zu rechnen – mitten im Grünen. Das Thema Golfplatz wird wohl spätestens dann wieder aktuell", befürchtet er.

Allerdings: Bis 2026 fließt noch viel Wasser die Donau hinab. Es wäre nicht das erste Mal, dass Schließungspläne verschoben werden.