Aus Gletscher-Höhle befreit

Da wurde selbst den harten Burschen der Bergrettung Obertraun unter Führung von Alfred Höll das Wort Wunder geläufig: Sonntag holten die Alpinisten einen Tschechen (33) nach einem 38-Meter-Sturz unversehrt aus einer Doline!
Nicht von ungefähr umarmte der tschechische Freerider, der am Aschermittwoch seinen 33. Geburtstag feiert, jeden einzelnen der neun ausgerückten Alpinretter der Bergrettung Obertraun: Sonntagvormittag brach der Extrem-Skisportler gemeinsam mit seinem Freund (44) zum Krippenstein am Dachstein auf, fuhr anschließend über die Schönberg-Abfahrt talwärts. Dabei passierte es: Abseits der Piste schwang der junge Tscheche mit seinen Skiern buchstäblich ins Nichts, stürzte ins sogenannte Teufelsloch - eine 38 Meter tiefe, dunkle Gletscherdoline!

Wie durch ein Wunder überstand der Sportler den Todessturz völlig unversehrt, konnte sich aus eigener Kraft aus dem Neuschnee des Dolinengrundes hochrappeln und um Hilfe rufen. Die war bereits unterwegs: Der diensthabende Liftwart der Krippenstein-Bahn hatte das Drama zufällig beobachtet und sofort die Bergrettung Obertraun alarmiert.

Einsatzleiter Alfred Höll (50) aus Obertraun brach daraufhin mit acht Mann auf. Ein Bergretter wurde zum Verunglückten abgeseilt. Der ortskundige, mit einer Stirnlampe ausgestattete Helfer führte den abgestürzten Freerider durch einen Seitenausgang aus der Gletscher-Höhle - gerettet!

Carlo Korosa
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