Ausfahrt – Wiener verlieren halbes Jahr ihren Schein!

Extreme Raserei kann bis zu 5.000 Euro kosten.
Extreme Raserei kann bis zu 5.000 Euro kosten.Polizei/ Symbolbild
Am Samstagabend stellte die Polizei mehrere Blitzer im Wiener Stadtgebiet auf. Gleich drei Raser gingen den Beamten dabei mit enormem Tempo ins Netz.

Nachdem das Raserpaket seit Mittwoch in Kraftgetreten ist, würde man meinen, dass Hobbyrennfahrer durch die hohen Strafen vom Gas gehen würden. Doch die Wiener Polizei wurde am Samstagabend eines Besseren belehrt – denn die extreme Raserei ging munter weiter. 

Um 93 km/h schneller als erlaubt

Im Zuge schwerpunktmäßiger Geschwindigkeitskontrollen ging den Beamten auf der Laaer-Berg-Straße in Wien-Favoriten ein Straßenrowdy ins Netz. Der Mann raste gegen 19.00 Uhr statt den erlaubten 50 km/h mit Tempo 141 durch das Stadtgebiet. 

Nur wenig später blitzten die Polizisten auf der A2 in Liesing die nächsten Bleifüße. In der 80er-Zone fuhr ein Fahrzeuglenker gegen 21.00 Uhr mit 165 km/h an der Radarbox vorbei. Um 22.45 Uhr erwischten die Beamten dann den nächsten Raser mit Tempo 173.

Raser müssen mit extremen Geldstrafen rechnen

Seit 1. September müssen Autofahrer, die die vorgeschriebenen Tempolimits im Ortsgebiet massiv überschreiten, mit einem längeren Führerscheinentzug rechnen. Dem Wiener Trio drohen nach der nächtlichen Ausfahrt am Samstag ein Führerscheinentzugsverfahren und erhebliche Geldstrafen – und die könnten es tatsächlich in sich haben. 

Wer um 80 im Ortsgebiet und um 90 km/h im Freiland das Tempo-Limit überschreitet, muss sechs Monate lang ohne Schein auskommen und zur Nachschulung. Diese Raserei wird nämlich als "Vergehen unter besonders gefährlichen Verhältnissen" geahndet. Zusätzlich wurden die Strafen bei solch schweren Übertretungen mehr als verdoppelt – bezahlte man in der Vergangenheit maximal 2.180 Euro, muss man nun mit bis zu 5.000 Eurorechnen.

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