Kater "Fridolin" wurde im Müllbunker einer Müllverwertungsanlage gefunden. Ein Kranführer entdeckte den Kater inmitten der Müllberge. Seine Bergung erwies sich als schwierig, letztlich konnte Fridolin aber von den engagierten Arbeitern, die sich dafür mit Schutzanzügen über eine Gondel in den Müllbunker herablassen mussten, gesichert werden.
Wie Fridolin in diese Lage gekommen ist, ist unbekannt. "Ist er vor lauter Hunger in eine Mülltonne gekrochen und wurde dort mit dem Müll entleert? Oder hat ihn gar jemand 'entsorgt'?", fragt man sich im Mistelbacher Tierheim Dechanthof. Dort wurde Fridolin nach der Rettungsaktion aufgenommen.
Bei seiner Ankunft brauchte er intensivmedizinische Versorgung, da er sehr unterernährt, dehydriert und verschnupft war. Er zeigte erhöhte Nierenwerte und eine Anämie. Letzten Endes hat sich Fridolin aber sehr gut von den Strapazen erholt und auch seine Blutwerte sind nun wieder in der Norm. Er hat sich zu einem hübschen Jungkater gemausert und ist nun bereit für ein "zweites Leben" bei eine neuen Familie.
"Gegenüber Menschen ist Fridolin sehr schüchtern. Er braucht Zeit, um aufzutauen. Seine neue Familie sollte daher ein ruhiges Zuhause ohne viel Trubel bieten können und viel Geduld mit ihm haben. Eine zweite, zutrauliche Katze hilft Fridolin sehr bei der Eingewöhnung. Fridolin wird daher auf keinen Einzelplatz vermittelt, er braucht Artgenossen, die ihm Sicherheit vermitteln. Fridolin sucht einen Wohnungsplatz", erklären die Mitarbeiter des Dechanthofs.