Ausgetanzt! "Jerusalema"-Macher will Geld für Videos

"Jerusalema"-Challenge der Klinik Floridsdorf
"Jerusalema"-Challenge der Klinik FloridsdorfYouTube
Schock für alle Hobby-Tänzer. Ihnen könnte demnächst eine saftige Rechnung von Warner Music ins Haus flattern.

Das KH-Nord hat es gemacht, unzählige Feuerwehren in allen möglichen Gemeinden und die AUA brach sogar Rekorde damit! Die Rede ist von der "Jerusalema"-Challenge. Jeder kennt die Videos, bei denen wie bei einem Flashmob zu dem südafrikanischen Hit losgetanzt wurde. Die ganze Welt war im Tanz-Fieber. Für ein paar Momente wurden positive Schwingungen in einer eher unschönen Zeit verbreitet. 

Und was sagt DJ Master KG zu der Sache? Der 25-Jährige ist der Erfolgsproduzent des Songs. Zu Beginn des Hypes zeigte er sich noch überaus glücklich über die Verbreitung seines Songs. Seine Stimmung dürfte sich mittlerweile aber gewandelt haben. Denn offenbar verschickt sein Label Warner Music nun Rechnungen an unzählige Tänzer der Challenge. 

Deutsches Innenministerium muss zahlen

Die Gute-Laune-Hymne sorgt nun für mächtig Unmut bei vielen Postlern, Pflegekräften und Supermarkt-Angestellten. Denn das Label fordert jetzt nachträglich Lizenzgebühren für den Song. Und diese betragen teilweise sogar mehrere tausend Euro.

Wie "Focus" berichtet, haben bereits einige Polizisten und Feuerwehrleute Post von Warner bekommen. In einem Schreiben weist der Musikkonzern darauf hin, dass für die Nutzung des Songs "Jerusalema" Gebühren fällig sind. In Österreich hat etwa Austrian Airlines vorab die Rechte mit Warner Music geklärt und ein entsprechendes Lizenzentgelt entrichtet.

Auch wenn die Aufregung nun groß ist, gilt grundsätzlich immer: Untermalt man seine Videos mit Musik, muss der Urheber um Erlaubnis gefragt werden. Bei "Jerusalema" scheinen aber nur die wenigsten gefragt zu haben. 

In Nordrhein-Westfalen bestätigte das Innenministerium, dass sie ebenfalls vergessen hätten, sich das Einverständnis zu holen. Mittlerweile habe man die Rechnung aber beglichen. Warner wiederum erklärte, weshalb man das Geld einfordere: "In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtiger denn je, dass Künstler und Künstlerinnen für ihre Musik bezahlt werden, wenn sie von Dritten genutzt wird, um ihre Reputation zu steigern."

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