Ausländische Kassen schulden uns 246 Mio.

Krankenkassen aus dem EU-Ausland stehen mit 246 Millionen bei österreichischen Versicherungsträgern in der Kreide.

Es ist schon gut so: Gäste aus der EU, vor allem auch Touristen, müssen im Fall des Falles in Österreich medizinisch versorgt werden. Allerdings - wenn's ums zahlen geht, sind ausländische Versicherungsträger eher zurückhaltend. Mit Ende 2016 saßen Österreichs Krankenversicherungen und Landesgesundheitsfonds schon auf einem 246 Millionen Euro hohen Berg an offenen Rechnungen. Besonders ärgerlich: 25,6 Millionen davon waren trotz einer grundsätzlichen Zahlungsfrist von 18 Monaten noch immer offen und dürften wohl nie beglichen werden.

Größter Schuldner ist Deutschland mit 119,6 Millionen Euro. Allerdings ist hier bei gerade einmal 0,3 Millionen das Zahlungsziel überschritten. Richtig übel ist hingegen die Zahlungsmoral der Italiener, die Forderungen in Höhe von 9,6 Millionen (in Summe offen: 22,5 Millionen) völlig ignorieren.

Dann folgen die griechischen Krankenversicherungen, die überhaupt nur in Ausnahmefällen für die Behandlung ihrer Bürger in Österreich gerade stehen. Heißt: Rechnungen in Höhe von 7,3 Millionen Euro sind unbezahlt, bei stolzen 5,3 Millionen davon ist die Zahlungsfrist abgelaufen. Ähnliches gilt für Bulgaren (3,7 Millionen Euro längst überfällig), Rumänen (2,9 Millionen überfällig) und Ungarn (1,8 Millionen überfällig).

Die meisten Rechnungen sind übrigens in Wien offen. Hier warten Gebietskrankenkasse und Gesundheitsfonds auf 58,1 Millionen Euro - auf 12,3 Millionen davon wohl vergebens. Dahinter rangieren die Tourismus-Regionen Tirol (50,0 Millionen offen), Salzburg (32,7 Millionen), Oberösterreich (30,0 Millionen), die Steiermark (19,3 Millionen) und Kärnten (19,0 Millionen).

Alle Details gibt's in der folgenden Tabelle.

(bart)

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