Der Red-Bull-Pilot in Diensten von Alpha Tauri ist für seine oft harsche Wortwahl am Funk bekannt, beinahe schon berüchtigt. Vor allem sein Renningenieur wird dabei immer wieder mit Ausrastern konfrontiert. Aber auch Teamchef Franz Tost bekam die teils aggressiven Aussagen zu hören.
Doch diese Ausraster will Red Bull in Zukunft unterbinden. Deshalb stellte der Energydrink-Hersteller seinem Piloten einen Psychologen zur Seite, wie Red-Bull-Berater Helmut Marko bei "Servus TV" erzählte. "Unser Problemkind ist der Tsunoda. Der explodiert ja am Funk. Da glaubst du ja, das gibt es doch nicht", schilderte Marko.
Deshalb erklärte der Grazer weiter: "Wir haben extra eine Art Psychologen organisiert, der mit ihm arbeitet, weil der ja in den Kurven weitergeschimpft hat. Das hemmt die Leistung." Tsunoda habe sich zwar bereits gebessert, allerdings würden Ausraster immernoch vorkommen.
Marko selbst würde den Funkverkehr stark einschränken. Teilweise sei es ja "wie in einer Fahrschule". "Bei Hamilton - der hat ja die Hand am Funk - da sagt man ihm dann: ,Du verlierst in Kurve zehn fünf Meter beim Anbremsen und in Kurve drei fährt ein anderer Fahrer langsamer rein, dafür besser raus.´ All diese Informationen bekommt ein Fahrer", erzählte Marko.
Seine Lösung deshalb: Der Funkverkehr solle nur noch in eine Richtung laufen. "Dass man den Fahrer dranlässt, aber es keine technische Unterstützung gibt." Eine derartige Regeländerung ist allerdings nicht in Sicht.