Welt

Ausreiseverbot für kanadische Schulklassen in die USA

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:56

Die kanadische Stadt Toronto verbietet Lehrern und Schülern derzeit Klassenfahrten in die USA. Grund dafür ist, dass in Kanada lebende Schüler, die aus den betroffenen sechs Ländern stammen, an der Grenze abgewiesen werden könnten.

Aufgrund der Diskussion um ein Einreiseverbot hat die Schulbehörde von Toronto die Maßnahme vollzogen. Schließlich könnten Schüler an der Grenze abgewiesen werden. Das widerspreche den grundlegenden Werten Fairness, Gleichberechtigung und Inklusion, zu denen sich das Schulsystem der Stadt bekenne.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Schüler nicht in die Situation gebracht werden dürfen, an der Grenze eventuell nicht ins Land gelassen und wieder zurückgeschickt zu werden", sagte John Malloy, Leiter der Schulbehörde, die für 250.000 Schüler an 584 Schulen in Toronto zuständig ist.

Nur Klassen, deren Reisen bereits bezahlt worden sind, sollen in die USA reisen dürfen, so lange das Einreiseverbot noch nicht aufrecht ist.

Donald Trump hatte die Entscheidung des Einreiseverbots für Menschen aus dem Iran, Irak, Libyen, Somalia, Sudan und dem Jemen als Maßnahme gegen den Terror bezeichnet. Ein US-Gericht hatte das Dekret teilweise außer Kraft gesetzt, eine zweite Verfügung wurde ebenfalls von Richtern gestoppt.

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