Nach dem abgebrochenen Skandalspiel zwischen Serbien gegen Albanien eskalierte die Gewalt in der Nacht auf Mittwoch mitten in Wien. Rund 50 Albaner warfen Flaschen und Böller gegen ein serbisches Kaffeehaus in Ottakring. Als "Rache" versuchten kurz darauf mindestens 200 Serben, eine Gruppe Albaner in die Mangel zu nehmen. Die Polizei und die WEGA erreichten Straßensperren, der Zorn der Gruppen entlud sich an Autos und Häusern.
Nach dem abgebrochenen eskalierte die Gewalt in der Nacht auf Mittwoch mitten in Wien. Rund 50 Albaner warfen Flaschen und Böller gegen ein serbisches Kaffeehaus in Ottakring. Als "Rache" versuchten kurz darauf mindestens 200 Serben, eine Gruppe Albaner in die Mangel zu nehmen. Die Polizei und die WEGA erreichten Straßensperren, der Zorn der Gruppen entlud sich an Autos und Häusern.
Kurz nach sammelten sich um 21:30 Uhr etwa 50 Albaner auf der Ottakringer Straße und warfen Flaschen gegen ein serbisches Kaffeehaus.
Es wurden auch Bengalen gezündet. Die Polizei konnte zu diesem Zeitpunkt die Randalierer vorerst stoppen. Die Situation eskalierte aber weiter.
serbien gegen albanien - mehr als nur fußball
— Helena Lea (@HellEnak)
Um 22:30 Uhr sammelten sich mindestens 200 Serben ebenfalls im Nahbereich der Ottakringer Straße und versuchten, die inzwischen errichteten Polizeisperren zu durchbrechen, um zu den versammelten Albanern zu gelangen. Um die drohenden Zusammenstöße zu vermeiden, wurden Kräfte der WEGA und der Diensthundeabteilung, die gesamte Bereitschaftseinheit sowie Streifenpolizisten aus allen Wiener Gemeindebezirken in Ottakring zusammengezogen.
Serbien gegen Albanien - mehr als fußball..
— Helena Lea (@HellEnak)
Gürtel und viele Straßen gesperrt
Darüber hinaus wurden die Ottakringer Straße und umliegende Straßenzüge sowie der äußere Gürtel teilweise für den gesamten Verkehr gesperrt. Durch die große Polizeipräsenz konnte verhindert werden, dass die beiden verfeindeten Gruppierungen aufeinandertreffen. Um ca. 23:30 Uhr zerstreuten sich beide Lager.
Durch die Aggressionen der beiden Gruppen wurden zahlreiche Autos - darunter auch Polizeifahrzeuge - beschädigt. Verletzte Personen wurden bisher nicht gemeldet. Um Mitternacht herrschte auf der Ottakringer Straße wieder ein normales Straßenbild, alle Straßensperren konnten aufgehoben werden. Es blieben jedoch Teile der zusammengezogenen Polizeikräfte vor Ort.
Alter was ist da grad in los? Bricht da der Bürgerkrieg aus? Böller, Geschrei...?
— Paul R (@PabloxSebox)
Laut einer ersten Bilanz gab es keine Verletzten, es wurde auch niemand festgenommen. Allerdings wurden etwa 30 Anzeigen wegen Verwaltungsübertretungen, etwa nach dem Pyrotechnikgesetz, erstattet. Bezüglich der 14 beschädigten Pkw, darunter auch Polizeiautos, wird noch wegen schwerer Sachbeschädigung ermittelt.