Nach der Entführung des Linzers auf einem libyschen Ölfeld Anfang März gibt es ein Lebenszeichen von Dalibor S. Der Islamische Staat fordert angeblich eine halbe Million-Dollar für seine Freilassung.
Nach der Entführung des Linzers auf einem libyschen Ölfeld Anfang März gibt es ein Lebenszeichen von Dalibor S. Der Islamische Staat fordert angeblich eine halbe Million-Dollar für seine Freilassung. Das Außenministerium hat die Meldung dementiert
Seit 6. März wird der Mitarbeiter der österreichisch-maltesischen Ölfirma VAOS (Value Added Oilfield Services) vermisst. Laut "Kronen Zeitung" ist aus Geheimdienst-Kreisen durchgedrungen, dass eine erste Lösegeldforderung von umgerechnet rund 464.000 Euro eingegangen ist.
Außenamt dementiert
Das Außenministerium bestätigte den Bericht nicht. Es habe sich noch niemand zu der Entführung bekannt, und es gebe auch keine Forderungen, teilte Sprecher Martin Weiss mit.
Neben dem Ölmanager aus Österreich waren acht weitere Mitarbeiter entführt worden. Elf Bewacher waren beim Gefecht mit den Terroristen gestorben.
Bereits Anfang März hatte Terror-Experte Peter Neumann eine Lösegeld-Forderung als wahrscheinlich bezeichnet. "Ich denke, dass der Österreicher keinen so großen Propagandawert hat wie zum Beispiel ein Amerikaner. Es gibt auch keine Gefangenen zum Austauschen." Daher vermute er, "dass der Islamische Staat in Libyen wirklich nach dem Geld sucht", sagte er damals in der ZIB2.