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Außenamt rät: 40 Kilometer Abstand zu Gaza halten!

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:28

Seit Mittwoch und den euesten Entwicklungen rund um die aktuelle Krise in Nahost warnt das österreichische Außenministerium dringend vor Reisen in den Gazastreifen und vor nicht notwendigen Aufenthalten innerhalb einer Zone von 40 Kilometern rund um den Gazastreifen. Generell solle man Israel und die Nahost-Region möglichst meiden.

warnt das österreichische Außenministerium dringend vor Reisen in den Gazastreifen und nicht notwendigen Aufenthalten innerhalb einer Zone von 40 Kilometern rund um den Gazastreifen. Generell solle man Israel und die Nahost-Region möglichst meiden.

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat Israel wegen der am Mittwoch "Völkermord" vorgeworfen. "Das ist ein Völkermord. Die Ermordung ganzer Familien ist ein Völkermord, den Israel an unserem palästinensischen Volk verübt", sagte Abbas nach einem Krisentreffen der palästinensischen Führung in Ramallah.

Partielle Reisewarnung ausgesprochen

"Aktuell kommt es zu verstärkten Raketenangriffen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels. Vereinzelte Raketenangriffe wurden auch auf das Zentrum Israels, einschließlich Tel Aviv und Jerusalem, gerichtet", schreibt auch das österreichische Außenministerium seit Mittwochfrüh auf seiner Webseite. Eine partielle Reisewarnung für den Gazastreifen sowie für die Westbank wurde ausgesprochen.

Die israelische Armee hat mit einer Militäroperation begonnen, um die Raketenangriffe zu unterbinden. Mit einer Fortsetzung der Angriffe ist deshalb zu rechnen. Reisende werden vom Außenministerium daher aufgefordert, "die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen und sich über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen zu informieren. Anweisungen der israelischen Zivilschutzbehörden ist Folge zu leisten. Das Ertönen eines Sirenenalarms ist ernst zu nehmen und der nächstgelegene Schutzraum oder ein Gebäudeinneres aufzusuchen."

Erhöhtes Risiko im ganzen Land

Im Zusammenhang mit dem syrischen Konflikt kommt es neben dem Gaza-Streifen und den Ballungszentren Tel Aviv und Jerusalem auch im Raum der demilitarisierten Zone auf den Golanhöhen zu vereinzelten Querschlägen von Raketen, Granaten und Handfeuerwaffen. Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien wird ebenfalls abgeraten. Es herrsche erhöhtes Sicherheitsrisiko im gesamten Land.

Touristen sollen sich vor allem von Orten mit Symbolcharakter (religiöse Stätten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastrukturen) sowie Wirtschafts- und Tourismuszentren fernhalten, weil diese als vorrangige Ziele von Terroristen in Frage kommen. Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten, sollten ebenfalls nicht besucht werden. Ebenso ist bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel - insbesondere von Stadtbussen - erhöhte Vorsicht geboten.

Reisende sollten laut Außenministerium folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:


Warnungen sind ernst zu nehmen und Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten
Ein gültiges Reisedokument ist jederzeit mitzuführen
Städtische Ballungszentren, Menschenansammlungen, Großkaufhäuser, Märkte, Straßencafés und Restaurants, Fußgängerzonen, Nachtclubs und ähnliches sind als Terrorziele mit besonderer Vorsicht zu frequentieren
Öffentliche Verkehrsmittel, insbesondere Stadtbusse können Ziele von Terroranschlägen darstellen
Von Reisen in unmittelbare Nähe des so genannten Sicherheitszaunes wird abgeraten
Eilat am Roten Meer ist problemlos zugänglich. Jedoch sollte die Anreise nicht über die sogenannte "Route 12" oder über die Wüste Negev erfolgen, sondern der Weg über das Tote Meer gewählt werden
Besuche in der Altstadt von Jerusalem (Grabeskirche, Klagemauer, Österreichisches Hospiz) sind möglich. Aufgrund der zunehmenden Spannungen sollten abgelegene Gassen bzw. Stadtteile Jerusalems vorläufig vermieden werden. Obwohl der Tempelberg/Al Haram al-Sharif auch für Nicht-Muslime im Normalfall geöffnet ist, wird Touristen von einem Besuch an Freitagen abgeraten
Bei allen Grenzübergängen – von Eilat nach Ägypten (Taba) und Jordanien (Arava), von Bet Shean nach Jordanien (Sheikh Hussein) und vom Westjordanland nach Jordanien (Allenby Bridge) – kann es immer wieder zu kurzzeitigen Schließungen oder einer Verkürzung der Öffnungszeiten kommen
Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung beim Außenministerium ausdrücklich empfohlen
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein


Seit Beginn der Operation "Schutzrand" am Dienstag sind bei israelischen Luftangriffen nach palästinensischen Angaben 43 Menschen getötet worden, darunter Frauen und Kinder. Radikale Gruppen feuerten in der Zeit rund 160 Raketen auf israelische Ziele. Einige Raketen schlugen in Jerusalem und sogar in Zielen weit im Norden ein. Getötet wurde dadurch nach israelischen Angaben bisher niemand.

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