Noch bis 22. Februar

Ausstellung beleuchtet Polizeistaat der Nazis

Eine aktuelle Ausstellung im Haus der Geschichte in St. Pölten beleuchtet die Rolle der Exekutive in Österreich während und nach der NS-Zeit.
Niederösterreich Heute
16.02.2026, 09:00
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Im Haus der Geschichte in St. Pölten läuft nur noch bis 22. Februar eine Ausstellung, die einen tiefen Einblick in die Rolle der Exekutive in den Jahren von 1938 bis 1945 bietet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Polizeiapparat im Nationalsozialismus funktioniert hat.

Dabei wird auch die Zeit vor und nach der NS-Herrschaft beleuchtet. Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über Organisation, Aufgaben und Gesinnung der Exekutive im NS-Staat. Österreichische Polizisten und Gendarmen waren maßgeblich an der Verfolgung und Ermordung von Menschen, an Kriegsverbrechen und am Holocaust beteiligt. Die Polizei war eine der wichtigsten Stützen der nationalsozialistischen Diktatur.

Biografien, Schicksale

Anhand von individuellen Biografien wird gezeigt, wie unterschiedlich die Menschen damals gehandelt haben – vom Widerstand und Freiheitskampf bis hin zu Tyrannei und Mord.

Innenministerium gab den Auftrag

Initiiert wurde die Ausstellung vom Bundesministerium für Inneres. Wissenschaftlich erarbeitet hat sie die Universität Graz gemeinsam mit dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung unter der Leitung von Barbara Stelzl-Marx.

Die Kulturwissenschaftlerin Martina Zerovnik hat die Ausstellung kuratiert und extra für das "Haus der Geschichte" in St. Pölten einen Schwerpunkt auf Niederösterreich gesetzt.

Im Widerstand , hingerichtet

Nur wenige Bedienstete der Polizei standen dem Regime kritisch gegenüber oder leisteten gar Widerstand. Sie mussten dabei stets mit dem Schlimmsten rechnen, da der NS-Staat keinen Widerspruch duldete.

Für Niederösterreich bedeutsam ist insbesondere die Gruppe um den stellvertretenden Stadtpolizeidirektor Otto Kirchl, deren Mitglieder am Ende des Krieges eine gewaltfreie Übergabe der Stadt St. Pölten an die Rote Armee planten. Sie wurden verraten und schließlich hingerichtet.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.02.2026, 10:11, 16.02.2026, 09:00
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