Australien schlachtet seine Kängurus ab

Der Kontinent macht Jagd auf sein Nationalsymbol. Jede Nacht werden im Dunkeln massenhaft Kängurus getötet. Fast unbemerkt - bis jetzt.
In Australien herrscht weidetechnisch Platzmangel. Wildlebende Kängurus stehen in direkter Konkurrenz mit den riesigen Schaffarmen des Landes. Das hüpfende Nationalsymbol frisst den (Merino-)Schafen das Gras weg, schimpfen die Farmer. In ihren Augen sind sie nichts weiter als eine Plage. Darum wird jede Nacht blutige Jagd auf die Tiere gemacht.

Känguru-Massaker im Dunkeln

Filmemacher Kate und Michael McIntyre decken mit der Dokumentation "Kangaroos. A Hate-Love Story" auf, wie Kängurus in Australien massenhaft getötet werden - jede Nacht, Tausende. Im Jahr über eine Million. Davon bekommen weder die Welt, noch ein großer Teil der Bevölkerung etwas mit. Bis jetzt...

Großer Teil der Bevölkerung hat keine Ahnung

Unvorstellbar, aber dieses Problem ist weder der Welt noch dem größten Teil der Bevölkerung bekannt. Rund 90 % der Australier leben in Städten und bekommen von der blutigen Kängurujagd am Land nichts mit. Die Farmer sehen Kängurus als eine Plage.

"Kangaroo. A Love-Hate Story"
Web: www.kangaroothemovie.com

Känguru-Haut = Schuhe für die Welt "k-leather"

Das Fleisch der Tiere wird zu Katzen- oder Hundefutter verarbeitet, wie in der Dokumentation berichtet wird. Zudem wird ihre Haut für Schuh-Leder verwendet (Bezeichnung: "k-leather"), insbesondere für Fußballschuhe. Diese werden in die ganze Welt verkauft. Das Problem betrifft also nicht nur Australien.

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Die Problematik ist viel größer, grausamer und tiefgehender, als hier geschildert werden kann. Wenn Sie mehr über die Känguru-Jagd in Australien erfahren möchten, können Sie sich die Doku in voller Länge online ansehen. Sie müssen auf der Website (siehe links in der Info) nur ein Formular ausfüllen. Der Dokumentarfilm wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und ist nach internationalen Medienberichten ein "Must-See".

Känguru versus Schaf

Hintergrund des Massakers: Rund die Hälfte der weltweit produzierten Merinowolle stammt aus Australien. Dementsprechend groß sind die Herden, der Bedarf an Weideflächen und die finanziellen Einnahmen durch den Verkauf der (Merino-)Wolle. Wildlebende Kängurus nehmen den Schafherden die Weideflächen weg. Dies stößt den australischen Farmern sauer auf - für sie ist das Nationalsymbol eine Plage und Bedrohung ihrer Einnahmequelle. (mp)

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