Welt

Australien will bis 2020 zwei Millionen Katzen töten

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:18

Wo Menschen sich ansiedeln, sind auch Hunde und Katzen nicht weit. "Bioinvasoren" nennt man Tierarten, die in einem Gebiet zuvor nicht heimisch waren. Auch Nagetiere und Schweine zählen zu dieser Gruppe. Viele heimische Tierarten sterben dadurch aus.

Wo Menschen sich ansiedeln, sind auch Hunde und Katzen nicht weit. "Bioinvasoren" nennt man Tierarten, die in einem Gebiet zuvor nicht heimisch waren. Auch Nagetiere und Schweine zählen zu dieser Gruppe. Viele heimische Tierarten sterben dadurch aus.

Mehr als die Hälfte der bereits ausgestorbenen Vögel, Säugetiere und Reptilien gehen auf das Konto von sogenannten "Bioinvasoren". Allen voran: die Hauskatze. Wann immer der Mensch früher unerschlossene Gebiete besiedelt, sind Katzen, Hunde, Schweine und Ratten mit dabei.

Diese eingeschleppten Tiere haben meist keine natürlichen Feinde in ihrer neuen Heimat. Die dort heimischen Tiere kennen sie nicht und haben nicht gelernt, sie vor ihnen zu schützen, das macht sie zu leichten Opfern. Verwilderte Hauskatzen werden so zur Gefahr für ganze Vogelarten.

Beispiel Australien

In Australien gibt es mittlerweile Millionen wilde Katzen. Die Siedler im 18. Jahrhundert brachten sie Stubentiger mit, deren Nachfahren nun Angst und Schrecken bei heimischen Beuteltierarten verbreiten. Auch Füchse wurden eingeschleppt. Mehrere Beuteltierarten sollen durch die Katzen bereits ausgestorben sein.

Giftköder und Gewehre

Die Behörden in Australien gehen nun gegen die Katzenplage vor: In den nächsten vier Jahren wollen sie zwei Millionen wildlebende Katzen mit Giftködern und Gewehren töten. Das Katzenproblem ist aber nicht nur ein australisches.

Weltweit wurden etwa 87 Vogelarten, 45 Säugetiere und zehn Repitilien von "Bioinvasoren" ausgerottet. 596 Arten sind akut bedroht. Katzen sind dabei die gefährlichsten Invasoren: Sie allein bedrohen 430 Arten. An zweiter Stelle stehen Hunde (156 Arten), an dritter Schweine (140 Arten).

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