Australier fährt mit Auto 20 Kängurus tot

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Der 19 Jahre alte Mann richtete in Tura Beach ein Massaker an: Er überfuhr mit seinem Wagen 20 der Wappentiere des Landes. Jetzt droht ihm dafür Haft.

Er brauste mit seinem Auto los, um Jagd auf Kängurus zu machen: Dem jungen Mann wird vorgeworfen, mindestens 20 Jungtiere in Tuna Beach (3.000 Einwohner) tot gefahren zu haben. Eine Stunde lang, überfuhr er ein Känguru nach dem anderen.

Täter hat die Tiere mit Scheinwerfer geblendet

Laut der Polizei hat der junge Mann die Kängurus mit dem Scheinwerfer seines Autos geblendet. Die Tiere blieben dadurch stehen und dann überfuhr er sie. Die Vorgärten waren übersät mit toten Tieren. Einige Tiere lagen verletzt auf der Straße, sie konnten gerettet werden. Der Täter wurde von der Polizei ausfindig gemacht, ihm droht eine Geldbuße von bis zu 15.000 Euro und bis zu fünf Jahren Haft, wie die Ermittler am Dienstag bekannt gaben.

Nicht der erste Fall von Tierschändung in Australien

In Australien leben derzeit etwa 45 Millionen Kängurus und somit fast doppelt so viele wie Menschen. Erst vor drei Jahren fuhr ein 18-Jähriger Amok und raste mit seinem Auto 100 Kängurus tot. Heftig: In vielem Orten gelten die Wappentiere als Plage – sie dürfen per offizieller staatlicher Erlaubnis zu Tierfutter verarbeitet werden. In vielen Gebieten von Victoria (im Südosten des Landes) dürfen die Beutetiere sogar abgeschossen. Aus ihrem Fleisch wird anschließend Tierfutter gemacht. Bereits seit 2014 testete Victoria die Schießerlaubnis, ließ eine Million Tiere töten. Känguru-Fleisch gibt es in Down Under auch im Supermarkt zu kaufen, es ist besonders beliebt zum Grillen.

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