Die Ausgangslage ist alles andere als rosig, aufgegeben wird bei der Austria aber nur ein Brief. Nach dem 0:2 bei Sporting Braga brauchen die Veilchen im Rückspiel des Conference-League-Playoffs ein kleines Wunder – und an das wird in Favoriten geglaubt.
Kapitän Manfred Fischer gibt sich trotz der bitteren Niederlage kämpferisch: "Sag niemals nie, im Fußball ist schon so viel passiert." Dabei wäre für die Wiener in Portugal durchaus mehr möglich gewesen. "Wir haben gespürt, wenn wir ein Momentum kriegen, können wir etwas mitnehmen", erklärt Trainer Stephan Helm.
Genau deshalb ärgern den Austria-Coach die vergebenen Möglichkeiten besonders: "Wir haben leidenschaftlich gespielt, hatten Julian Hettwer vorm Tor und einen Lattentreffer. Diese Momente musst du in Tore ummünzen, denn viel mehr bekommst du gegen so einen Gegner nicht."
Damit steht die Austria vor dem Rückspiel am kommenden Donnerstag in Wien mit dem Rücken zur Wand. Zwei Tore müssen zumindest aufgeholt werden, um die Chance auf die Ligaphase am Leben zu halten. Trainer Helm hat den Aufstieg aber noch nicht abgeschrieben. "Wir werden kommende Woche alles reinwerfen. Wenn uns ein Tor gelingt, werden wir sehen, wie sich das Spiel entwickelt."
Nach dem Rückstand kämpften sich die Wiener aber immer besser in die Partie. Vor allem nach der Pause zeigte die Mannschaft von Stephan Helm, dass sie den klar favorisierten Portugiesen gefährlich werden kann. Fischer scheiterte bei einer der besten Möglichkeiten, zudem landete ein Austria-Abschluss an der Latte.
Fischer machte gleichzeitig deutlich, welche Qualität auf der anderen Seite stand. "Diese Truppe hat 150 Millionen Euro Marktwert. Alleine ihr Stürmer ist mehr wert als wir alle zusammen."