Fussball

Austria-Antrag: Wird die Mehrheit am Klub verkauft? 

Die Wiener Austria ist weiterhin auf Investorensuche. Nun wird sogar über den Verkauf der Mehrheit an der violetten AG diskutiert. 
Heute Redaktion
28.12.2021, 12:06

Auch kurz vor dem Jahreswechsel hat die Austria weiterhin noch keinen Investor gefunden. Die Detailverhandlungen mit einem Konsortium rund um den ehemaligen LASK-Vizepräsidenten Jürgen Werner laufen noch. Für 40 Prozent der Anteile sollen die Wiener elf Millionen Euro erhalten. 

Doch bereits jetzt wird darüber diskutiert, ob die "Veilchen" künftig die Mehrheit der Anteile an der Austria-AG abgeben könnten. Denn in der Außerordentlichen Generalversammlung am 17. Jänner wird nicht nur über den Verkauf der 40 Prozent an die potenziellen Investoren, sondern auch über eine Option auf den Erwerb von zusätzlich 10,1 Prozent der AG-Anteile abgestimmt, berichtet die "Krone". Die Investoren würden somit bis zu 50,1 Prozent der Anteile erwerben können. Und damit die Mehrheit an der Austria-AG.

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Nachdem beide Anträge gekoppelt sind, würde ein Nein der Delegierten auch den Verkauf der 40 Prozent an das Werner-Konsortium platzen lassen. 

Liga verbietet Mehrheits-Verkauf

Dabei ist diese Option vorerst ohnehin nur eine theoretische Variante. Denn in der heimischen Bundesliga gilt die 50+1-Regel, also muss die Mehrheit der Klub-Anteile beim Verein liegen. Sollte diese Regel fallen, würde die Option, über die abgestimmt wird, greifen. 

Krisch: "Ein Vorratsbeschluss"

Deshalb gab sich der violette AG-Vorstand Gerhard Krisch auch betont gelassen. "Ich sehe das Thema sehr entspannt. Derzeit ist es keines, da die Liga nicht erlaubt, mehr als 49,9 Prozent der Anteile zu verkaufen, an diesen Beschluss halten wir uns natürlich auch", meinte Krisch, und ergänzte: "Es wäre ein Vorratsbeschluss."

Die Austria würde sich demnach nur für den Fall der Fälle vorbereiten. "Es wäre ein ,Was wäre zu tun, wenn...´, wenn 50+1 fällt, wenn ein Investor mehr will, darüber verhandeln will", erklärte Krisch. Nun sind aber vorerst die Mitglieder am Wort.