Das Team von Christian Ilzer feierte den erst zweiten Auswärtssieg der Saison. Und das am 26. Spieltag. Beide hatten die "Veilchen" im Pappelstadion eingefahren, beides waren Schützenfeste. Auf das 5:1 im August folgte am Samstag ein 4:1.
Klar, dass das Aufatmen am Verteilerkreis besonders groß war, hatten sich die Wiener doch nach der 0:2-Pleite gegen Altach harter Kritik - auch vom Sport-Vorstand Peter Stöger - stellen müssen. "Da werde ich wieder besser schlafen können", meinte Alexander Grünwald nach dem Spiel bei Sky. Auch, weil der violette Kapitän den 4:1-Endstand per sehenswertem Freistoß erzielt hatte.
War das nun der Schritt aus der violetten Krise? Grünwald wollte den Erfolg jedenfalls nicht überbewerten. "Was dieser Sieg jetzt lösen kann, werden wir erst im nächsten Spiel sehen. Aber wir haben uns Chancen herausgespielt, was uns zuletzt angekreidet wurde. Wir hätten es uns aber auch leichter machen können", war der Mittelfeld-Stratege nicht restlos zufrieden.
Ähnlich sah es auch Ilzer selbst. "In Phasen war es ein sehr gutes Spiel, aber mich stört, dass wir aus dem Nichts das 1:2 bekommen haben", analysierte der Austria-Coach. Nachsatz: "Auf der Leistung müssen wir heute aufbauen, müssen von Runde zu Runde unsere Leistung stabilisieren."
Trotzdem hob auch Ilzer mahnend den Finger: "Wir dürfen nicht den Fehler machen, dass wir jetzt denken, dass alles gut ist." Mit Wattens kommt am Dienstag ein topmotivierter Gegner in die Generali Arena. Die Tiroler haben sich mit einem 3:0-Erfolg gegen die Admira für die Veilchen warm geschossen.