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Austria-Boss Gollowitzer: "Traue uns einen 3:1-Sieg zu"

Austria-Boss Kurz Gollowitzer vor seiner Derby-Premiere im "Heute"-Talk – über die prekäre Ausgangslage, Coach Michael Wimmer und seine Helden.

Sport Heute
Austria-Boss Kurt Gollowitzer
Austria-Boss Kurt Gollowitzer
GEPA

Am Sonntag steigt in Favoriten das 341. große Wiener Derby. Für Kurt Gollowitzer ist es das erste als Präsident der Austria. Sein allererstes Spiel als Fan war 1980 ein Derby im Prater-Stadion – es endete 3:1 für die Austria.

"Heute": Herr Gollowitzer, gibt es dieses Ergebnis am Sonntag wieder?

Kurt Gollowitzer: "Ich traue es der Mannschaft zu. Aufgrund der letzten Ergebnisse in der Liga und des Tabellenstandes sind wir nicht haushoher Favorit. Aber unsere positive Derby-Serie der letzten vier Jahre und der souveräne Auftritt im Cup machen mich zuversichtlich. Ich habe ein gutes Gefühl."

Aktuell ist die Austria Zehnter, mit einem Sieg, fünf Pleiten – es droht das Verpassen der Top 6.

"Wir müssen uns damit auseinandersetzen, erwarten das aber nicht. Die Ergebnisse waren nicht zufriedenstellend. Das Team ist aber in der Lage, das Ruder herumzureißen. Der Cup war ein erster Schritt."

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    Bei jeder Negativserie gerät auch der Trainer unter Druck. Wie sehen Sie Michael Wimmer?

    "Er hat uns im Cup gerade eine Runde weiter gebracht. Fakt ist: Er ist unser Trainer und steht am Sonntag auf der Linie."

    Wie erfolgt der Austausch mit Sportvorstand Jürgen Werner?

    "Ich habe einen relativ engen Kontakt zu ihm, werde über alles vollinhaltlich und zeitnah informiert. Ich habe Vertrauen in seine Arbeit. Klar ist aber auch: Entscheidungen, die er trifft, muss er am Ende des Tages auch verantworten. Bei seinem Antritt hat er gesagt, er braucht drei Jahre, dann soll man ihn an seinen Erfolgen messen. Daran halte ich mich."

    Apropos Erfolge: Was ist ihre schönste Derby-Erinnerung?

    "Das 6:1 daheim vor fünf Jahren. Es gibt gewisse Parallelen zu jetzt. Auch damals hatten wir vorher nicht viele positive Ergebnisse, das änderte sich dann."

    Wer sind Ihre Austria-Helden?

    "Natürlich unser Jahrhundertfußballer Herbert Prohaska, dann Toni Polster mit seinen vielen Toren. Von der jüngeren Ära ist es Milenko Acimovic."

    Autor: Klaus Pfeiffer